Full text : Die Arbeiterfrage in der Südrussischen Landwirtschaft

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wuchs  auch  die  einheimische  Produktion.  Jetzt  bestellen  hier  eine  grosse
Anzahl  von  bedeutenden  Fabriken,  von  denen  ganz  gute,  moderne  und
technisch  vervollkommnete  Geräte  und  Maschinen  produziert  werden.  Es
entstanden  in  Odessa,  Nikolaeff,  Elisabethgrad,  Mariapolis,  Berdjanks  viele
grosse  Maschinenfabriken,  deren  Absatzmarkt  nicht  nur  neurussische,  sondern ­
  auch  viele  nahe  gelegene  Gouvernements  bilden.  Es  ist  jetzt  keine
mittlere,  geschweige  denn  eine  grosse,  sowohl  gutsherrliche  wie  bäuerliche ­
  Wirtschaft  zu  finden,  wo  nicht  landwirtschaftliche  Maschinen,  insbesondere ­
  Dresch-  und  Mähmaschinen  angewendet  würden.  Dadurch
werden  die  ausländischen  Maschinen  immer  mehr  durch  die  der  einheimischen ­
  Produktion  verdrängt.
Wir  wollen  hier  nur  kurz  auf  die  absolute  und  relative  Höhe  der
Produktion  hinweisen,  indem  wir  den  Grad  der  Anwendung  der  Maschinen
und  ihren  Einfluss  auf  die  ländliche  Arbeiterfrage  eingehender  in  zwei
anderen  Kapiteln  untersuchen.

Die  Wertsuni  nie

der  produzierten

landwirtschaftlichen  Geräte  und

Maschinen  betrug:
(Tabelle  IV)

in  tausend

Prozentteil  in  der  GesamtKübeln ­



produktion  Russlands

1876

280

12

1879

557

14,5

1890

2360

46,7

1894

6183

65,4

So  tritt  immer  mehr  und  mehr  eine  industrielle  kapitalistische  Entwicklung ­
  in  Siidrussland  in  den  Vordergrund  und  das  wirtschaftliche
[.eben  wird  immer  mehr  unter  den  Einfluss  der  Industrie  geraten.  Die
grösseren  Dörfer  und  kleineren  Städtchen,  die  in  den  Gegenden  von
Hütten  und  Bergwerken  sich  gruppieren,  werden  zu  Städten  mit  wirklich
städtischem  Leben  und  allen  Begleiterscheinungen  des  Zuwachses  der
Städte.  Mit  der  Zunahme  der  städtischen  Industrie  und  der  Entwicklung
des  städtischen  Lebens  nimmt  auch  die  Landflucht  zu,  und  ein  immer
grösserer  Teil  der  bäuerlichen  Bevölkerung  findet  seine  Erwerbsquellen
in  der  Stadt.  Zwar  bleibt  die  Zahl  der  in  der  Industrie  beschäftigten
Arbeiter  noch  immer  gering  im  Vergleich  mit  der  in  der  Landwirtschaft,
doch  erreicht  sie  eine  bedeutende  Höhe  und  nimmt  mit  jedem  Zeitabschnitt ­
  immer  mehr  zu.  So  fiel  von  der  Gesamtzahl  der  Arbeiter,  die
in  städtischen  Gewerben  ihren  Verdienst  fanden,  in  Prozenten  in  den
Jahren  1891  —1900  auf  die  Zahl  der  industriellen  Arbeiter  in  Bessarabien
5  Prozent,  in  Taurien  10  Prozent,  in  Cherson  11  Prozent,  im  Dongebiet
17  Prozent  und  im  Gouvernement  Ekaterinoslaw  29  Prozent  Die  Zahl
            
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