Full text : Die Arbeiterfrage in der Südrussischen Landwirtschaft

44

Man  sieht  aus  dieser  Tabelle,  dass  die  Bauernwirtschaften,  je
grösser  sie  sind,  desto  mehr  Ackerland  besitzen  und  mehr  Land  als
Saatfeld  benützen.  Zu  gleicher  Zeit  mit  Postnikow,  der  einen  solchen
Zusammenhang  zwischen  dem  Zustand  der  Wirtschaft  und  dem  Umfang
des  gepachteten  Landes  bewiesen  hat,  ist  auch  Karischew  zu  denselben
Ergebnissen  in  seiner  Untersuchung  über  die  Bauernpacht  gekommen.
«Die  Pacht  nimmt  zu  resp.  ab  mit  der  Zu-  resp.  Abnahme  der  Bauernschollen», ­
  sagt  Karischew.  «Der  nivellierende  Einfluss  der  Benützung
des  fremden  Landes  geht  auf  solche  Weise  verloren.  Unter  gleichen
Bedingungen  nimmt  derjenige  mehr  Land  in  Pacht,  der  auch  im  Besitze
eines  grösseren  Kapitals  ist  und  umgekehrt.» 1 )
Das  wird  auch  durch  die  neueren  Angaben  der  Semstwoberichte
vollständig  bestätigt.
So  z.  B.  betrugen  in  den  neunziger  Jahren  im  Kreise  Rostow  im

Dongebiet:
bei  den  Bauern,  denen
zugewiesen  wurde
pro  ein  Hof

das

Schollenland
pro  Kopf

(Tabelle  XVII)
das  Pachtland
in  Dess.  pro  Kopf

unter  3  Dess.
die  Maximalscholle
von  mehr  als  3  Dess.
a)  bei  den  guts0,41 ­



17  395

2,4

herrlichen  Bauern:

1,51

27  179

3,8

b)  bei  den  staatsherrlichen ­

  Bauern:

2,07

52  433

1,7

Auch  im  Gouv.  Cherson

richtet  sich  das

Pachtland

nach  dem  Umfange

  des  Saatfeldes  (1895—1900):
(Tabelle  XVIII)  im  Kreise  Elisabethgrad:
die  Dorfbezirke  pro  ein  Hof  in  Dess.

(Wolostj)

Saatfeld:

Pachtland

Antonowka

9,09

8,5

Sch.  Balka

8,7

8,0

Anikejewka

5,8

7,6

Anastasjewka

5,6

5,1

Kasnibolot

5,0

0,5

Pontschewo

4,0

0,7

Kanisch

3,9

0,18

Browkowo

2,8

0,11

')  Die  Bauernpacht.  1892,  S.  122,
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.