— 20 —
ist nach Entfernung des Stacheln wohl brauchbar, die
Stacheln werden von den Indianern zum Schmucke ihrer
Mokassins, Jägertaschen und dergl. benutzt.
Hasen und Kaninchen sind sehr zahlreich vertreten,
gewöhnlich finden aber nur die schönen weissen Hasenfelle,
als Unterfutter Verwendung.
Der Büffel oder Bison ist jetzt fast ganz ausgerottet.
Nur im Mackenzietale finden sich noch einige wenige
wild lebende Tiere. Dawson sagt darüber : 6 ) „Die Indianer
hatten den Büffel zu ihrem Lebensunterhalt nötig,
und wenn sie allein ihn gejagt hätten,so wäre er jetzt noch
zahlreich vorhanden; aber als die Eisenbahn die Ebenen
durchkreuzte, brachte der weisse Mann alle möglichen
Zerstörungswerkzeuge der Zivilisation mit und ruhte
nicht eher, bis der letzte angreifbare Büffel getötet war.
In den Prärien bleichen die Knochen der hingeschlachteten
Tiere und werden jetzt als Dungmittel verkauft.”
Das Büffelfell giebt prächtige Decken, das Leder ist
geschmeidig und doch stark, — der Iesuit Charlevoix
behauptet sogar: 7 ) „Les Sauvages en font des Boucliers
qui sont trös-legers, et que les bales de fusil ne percent
pas aisement.”
Der Moschusochse ist ein Tier der kalten Zone; er wagt
sich nicht weiter südlich, als bis zum 59. Parallel, und
bewohnt hauptsächlich die Barren - Grounds und die arktischen
Inseln, besonders Nord- und Nordost - Grönland.
Er wird heute mehr gejagt als früher, aber sein Fell
ist nicht viel wert, obwohl sich Ieremie 8 ) zu der Behauptung
versteigt: „Ces A.nimaux ont de tres - belle laine;
elle est plus longue, que celle des Moutons de Barbarie.
I’en avois' ^.pporte en France en 1708, dont je m’ötois
fait faire des Bas, qui etoient plus beaux que des Bas
de soye . . . '
6 ) Dawson S. 59.
7 ) Charlevoix V., S. 193.
8 ) Charlevoix V. S. 194.