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1534 fuhr Jacques Cartier in den St. Lawrencestrom
ein, — er fand in dem Indianerdorf Hochelaga (bei
Montreal) ein Volk, das die Sonne verehrte. Die Be-.wohner
waren vom Stamme der Iroquois - Huronen. Cartier
erhandelte schöne Felle von den Indianern und kehrte
nach Frankreich zurück.
Hier trat man also zum ersten Mal in nähere Beziehhung
zu den Ureinwohnern des Landes und lehnte allmählich
ihre Sitten und Gebräuche kennen. Sie standen
noch auf einer sehr primitiven Kulturstufe, als Jäger durchstreiften
sie noch in zügelloser Freiheit ihre herrlichen
Urwälder; aber gerade zu jener Zeit hatten die östlichen
Stämme bereits begonnen, sich politisch zu organisieren.
Dies waren die Iroquois - Huronen, die in mancher Beziehung
weiter fortgeschritten waren, als ihre Nachbarstämme.
In der Kriegführung zeigten sie mehr Intelligenz
und waren auch in der Agrikultur ihren Nachbarn
überlegen. Sic hatten die Konfoederation der fünf Nationen
gebildet und wohnten am St. Lawrencestrom bis
zum Ontario - Huron- und Eriesee.
Heute sind diese Stämme, die sich im Kampf mit den
Weissen und untereinander aufrieben, in alle Winde zerstreut.
Die andern Völker aber, die mehr nördlich und landeinwärts
ansässig waren, haben im wesentlichen bis heute
ihre Wohnsitze behalten. Die grosse Völkergruppe der
Algonkins breitet sich noch heute vom Atlantischen Ozean
bis zu den Rocky- Mountains aus. Unter ihnen sind
in West-Quebec und Ontario die Ojibway’s in Manitoba
die Crees am stärksten an Kopfzahl. Am oberen
Saskatchewan, Missouri und Mississippi haben die kriegerischen-Blackfeet
und Sioux ihre Jagdgründe.
Die nordwestlichen Gebiete Canadas bewohnen die Chippewyans.