Full text : Fabrikorganisation, Fabrikbuchführung und Selbstkostenberechnung der Firma Ludw. Loewe & Co. Actiengesellschaft, Berlin

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Die  Betriebsbuchführung.

Die  Beträge  jeder  Abrechnung  werden  in  dieser  Liste  in  die  betreffende
Monatsrubrik  eingetragen  und  zwar  derart,  daß  man  nach  dem  Prozentsatz ­
  des  Verdienstes  verschiedene  Farben  wählt
z.  B.  bei  einem  Verdienst  bis  10%  schwarz,
bei  einem  Verdienst  von  10—15%  rot
und  so  fort.  Etwa  vorkommende  Selbstkostenbeträge,  die  über  die  zulässigen ­
  Selbstkosten  hinausgehen,  also  Verluste  ergeben,  werden  durch
Ausrufungszeichen  gekennzeichnet.

Abteilung  Y.  Spezialwerkzeugbau.
In  dieser  Abteilung  werden  die  Spezialwerkzeuge  und  Vorrichtungen
hergestellt  und  zwar  sowohl  für  die  Kundschaft  als  auch  für  die  eigenen
Betriebe.

Die  Auftragserteilung.
Die  Orders  der  auswärtigen  Kundschaft  gelangen  im  Hauptkontor
zur  Eintragung  in  die  Hauptorderbücher,  welche  für  den  Spezialwerkzeugbau ­
  in  zwei  Exemplaren  ausgefertigt  werden,  wovon  ein  Exemplar  das
technische  Bureau,  das  andere  das  Betriebsbureau  erhält.  Von  diesen
Orders  sind  jedoch  sehr  viele  für  die  Weitergabe  in  die  Werkstätten  noch
nicht  genug  detailliert  und  müssen  erst  im  technischen  Bureau  durchgearbeitet ­
  werden.  Ist  dies  geschehen,  so  wird  jeder  Position  der  Order,
auch  wenn  diese  nur  über  ein  Stück  lautet,  eine  laufende  Bestellnummer
gegeben.  Jede  dieser  Bestellnummern  wird  nun  genau  so  weiter  behandelt,
wie  im  Katalogwerkzeugbau,  unter  Benutzung  der  Formulare  58,  59,
60,  61  und  62.  Aufträge  der  eigenen  Betriebe  werden  auf  Bestellzetteln
(Form.  28)  erteilt,  und  es  geschieht  die  weitere  Behandlung  in  derselben
Weise,  wie  vorhin  bei  den  auswärtigen  Orders  geschildert.

Die  Selbstkostenbücher.
Zum  Zweck  des  Selbstkostennachweises  sind  in  dem  Spezialwerkzeugbau ­
  die  Bücher  lt.  Formular  33  im  Gebrauch,  in  welche  die  Orders
in  chronologischer  Reihenfolge  eingetragen  werden.  Für  die  Aufträge
der  Kundschaft  und  die  der  eigenen  Betriebe,  ist  je  ein  Buch  vorhanden
und  die  Bestellnummern  für  die  einzelnen  Arten  der  Orders  sind  in  bestimmte ­
  Zahlenkreise  verteilt,  so  daß  man  an  der  Bestellnummer  schon
sehen  kann,  ob  dieselbe  sich  auf  eine  auswärtige  Order  oder  eine  Betriebsorder ­
  bezieht.
Die  Materialbestellung,  die  Kontrolle  der  Liefertermine,  die  Kalkulation ­
  der  Akkordlöhne  und  die  Lohnverrechnung  werden  in  derselben
Weise  behandelt  wie  im  Katalogwerkzeugbau,  und  nur  bezüglich  der  Selbstkostenberechnung ­
  sind  Abweichungen  zu  erwähnen.
            
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