Full text : Fabrikorganisation, Fabrikbuchführung und Selbstkostenberechnung der Firma Ludw. Loewe & Co. Actiengesellschaft, Berlin

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Die  Betriebsbuchführung.

Die  Selbstkostenberechnung.
Wie  bereits  gesagt,  ist  zum  Zweck  der  Selbstkostenberechnung  die
Karte  lt.  Formular  67  bestimmt,  auf  welcher  Lohn-  und  Materialbeträge
gesammelt  werden.  Es  bleibt  noch  die  Ermittlung  der  zuzuschlagenden ­
  Betriebsunkosten  übrig,  welche  in  dieser  Abteilung  wegen  der  vorwiegend ­
  automatischen  Fabrikation  im  Verhältnis  zu  den  Löhnen  höhere
sind  als  in  den  anderen  Abteilungen.
Die  Betriebsunkosten  werden  in  dieser  Abteilung  unterschieden  in
Maschinenunkosten  und  Werkstattsunkosten.  Die  ersteren  umfassen  die
auf  jede  Maschine  jährlich  entfallende  Abschreibungsquote  und  den  Verbrauch ­
  an  Kraft,  die  letzteren  schließen  sämtliche  anderen  Unkosten  laut
Unkostenstatistik  in  sich.  Zur  Ermittlung  der  Maschinenunkosten,  welche
auf  jede  Bestellung  entfallen,  ist  die  Angabe  der  Arbeitszeit  der  Maschinen
erforderlich,  welche  die  Arbeiter  auf  dem  Akkordzettel  täglich  zu  notieren
haben.  Nach  Beendigung  des  Akkordes  werden  diese  Stunden  auf  die
Selbstkostennachweiskarte  übertragen  und  mit  dem  Unkostensatz  der
betreffenden  Maschine  multipliziert.  Nachdem  dies  bei  jeder  in  Betracht
kommenden  Maschine  geschehen  ist,  werden  die  einzelnen  Beträge  addiert
und  man  hat  die  Gesamtmaschinenunkosten  für  die  betreffende  Arbeit
festgesetzt.
Um  für  richtige  Berechnungen  der  Maschinenunkosten  die  für  jede
Maschine  in  Betracht  zu  ziehende  jährliche  Arbeitszeit  kennen  zu  lernen,
werden  die  auf  den  Akkordscheinen  notierten  Maschinenstunden  auf  die
Arbeitsstundennachweiskarte  übertragen  (s.  Beispiel  auf  Form.  71).  Dieser
Arbeitsstundennachweis  dient  dem  Abteilungschef  zugleich  zur  Kontrolle,
ob  jede  Maschine  richtig  ausgenützt  wird.  Die  Werkstattsunkosten  werden
prozentual  auf  die  produktiven  Löhne  verrechnet.
Wenn  sämtliche  Beträge  der  Selbstkosten  feststehen,  werden  sie  auf
einer  Sammelliste  dem  Normalienlager  (Bestände-Konto  6)  in  Rechnung
gestellt.  Auf  der  Selbstkostennachweiskarte  wird  noch  der  Preis  für  ein
Stück  ausgerechnet;  alsdann  wird  sie  zusammen  mit  der  Karte  der  vorigen
Bestellung  dem  Abteilungschef  und  der  Direktion  zur  Kenntnisnahme
vor  gelegt.

l.  L.  &  Co.  Arbeitsstundennachweis
für  Automat.  Revolverdrehbank  Inventar  Nr.  5019.

vom

bis

Stück

Gegenstand

Best.-Nr.


Maschinen ­
 ­


vom

bis

Stück

Gegenstand

Best.-Nr.


Maschinen ­
 ­


10.14.
07

28.  j  4.
07

10000

Schrauben
F.IV.

5260

129

Form.  71.  Orig.-Größe  220X150  mm.
            
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