Full text : Fabrikorganisation, Fabrikbuchführung und Selbstkostenberechnung der Firma Ludw. Loewe & Co. Actiengesellschaft, Berlin

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Das  Betriebs-Kontobuch.

Zwecks  näherer  Erläuterung  sind  folgende  Konten  der  Betriebsbuchführung ­
  nachstehend  veranschaulicht:
1.  Zentral-Konto  (Form.  106).
2.  Konto  II.  Maschinenbau  (Form.  107).
3.  ,,  X.  Gießerei  (Form  108).
4.  ,,  XII.  Kraftzentrale  (Form.  109).
5.  Bestände-Konto  (Form.  110).
6.  Konto  Löhne  (Form.  111).
7.  „  Neuanschaffungen  und  Abgänge  (Form.  112).
8.  Konto  für  die  Selbstkosten  der  verkauften  Fabrikate  (Form.  113).
Wenn  auch  an  Hand  der  Buchungsbeispiele  und  Konten  das  System
der  Betriebsbuchführung  bereits  erklärt  ist,  will  ich  doch  die  auf  Konto
„II.  Maschinenbau“  übertragenen  Buchungen  noch  einmal  im  Interesse
des  allgemeinen  Verständnisses  der  Reihe  nach  durchgehen  und  erläutern; ­
  zu  diesem  Zweck  sind  die  einzelnen  Buchungen  mit  laufenden
Nummern  versehen  worden.
Die  ersten  zwei  Buchungen  sind  die  sogenannten  Eröffnungsbuchungen,
womit  die  Bestände  lt.  Inventur  des  vorigen  Geschäftsjahres  auf  das  Konto
für  das  neue  Jahr  vorgetragen  werden.  Während  die  Bestände  an  Materialien, ­
  die  nicht  auf  Orders  bestimmt  waren,  sondern  als  „Vorrat“  vorgefunden
wurden,  dem  Konto  A  (Materialien)  belastet  sind,  ist  der  Wert  der  in  Arbeit
befindlichen  Fabrikate  in  seine  Bestandteile  nach  Materialien,  Härtekosten, ­
  Löhne  und  Unkosten  zerlegt,  vorgetragen.  Wenn  nach  den  früheren
Darlegungen  eigentlich  solches  Material,  das  nicht  für  eine  Order  bestimmt
ist,  nicht  vorhanden  sein  dürfte,  so  kommt  es  doch  vor,  daß  während  der
Fabrikation  Materialien  zurückgestellt  werden,  die  wegen  ihrer  speziellen
Beschaffenheit  in  der  betreffenden  Abteilung  verbleiben  müssen.  Außerdem ­
  werden  zwecks  billigerer  Herstellung  oft  Teile  in  größerer  Anzahl  bestellt, ­
  als  zurzeit  gebraucht  wurden.
Die  Buchung  Nr.  3  betrifft  die  lt.  Wareneingangsbuch  dem  Konto
Maschinenbau  zu  belastenden  Beträge.  Wie  bei  Kapitel  „Wareneingangsbuch“ ­
  gesagt,  muß  für  solche  Beträge  das  „Zentral-Konto“  kreditiert
werden,  da  es  für  die  Betriebsbuchführung  das  hergebende  Konto  für
solche  Posten  ist.
Durch  die  Buchung  Nr.  4  werden  die  auf  den  Maschinenbau  entfallenden, ­
  durch  die  Lohnliste  nachgewiesenen  Löhne  getrennt  in  produktive
und  unproduktive  Löhne  gebucht.
Bei  der  Buchung  Nr.  5  sind  die  Unkosten-Konten  M,  N,  O,  P,  Q  für
die  Saläre  belastet,  die  sich  auf  die  Angestellten  des  Maschinenbaues  beziehen. ­
  Die  Kontierung  der  Saläre  erfolgt  bekanntlich  an  Hand  des  Salärbuches ­
  in  der  Buchhalterei.
Die  folgenden  fünf  Buchungen  Nr.  6—10  beziehen  sich  auf  die  Rechnungen ­
  der  Lager  für  den  Maschinenbau,  deren  Beträge  im  Lohnbureau
für  die  belasteten  Unterkonten  festgesetzt  wurden.
Die  Buchung  Nr.  11  betrifft  die  vom  Werkzeugbau  dem  Maschinenbau
berechneten  Arbeiten.
            
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