Full text : Fabrikorganisation, Fabrikbuchführung und Selbstkostenberechnung der Firma Ludw. Loewe & Co. Actiengesellschaft, Berlin

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Der  Bücherabschluß.

Der  Bücherabschluß.
In  der  Betriebsbuchführung.
Der  Abschluß  der  Bücher  beginnt  mit  der  Verbuchung  der  Inventurbestände. ­
  Die  hierfür  eingerichteten  Abschlußkonten  für  Materialien  und
Fabrikate  werden  für  die  Bestände  belastet  und  die  Konten  der  Lager  und
der  Fabrikationsabteilungen  getrennt  nach  Beträgen  für  Materialien,
Härtekosten,  Löhne  und  Verrechnete  Unkosten  erkannt.  Die  nach  dieser
Buchung  etwa  verbleibenden  Debet-  oder  Kreditsalden  werden  gegen  das
allgemeine  Verlust-Konto  ausgeglichen.  Nachdem  noch  andere,  früher
bereits  erwähnte  Regulierungsbuchungen,  wie  z.  B.  die  Rückbuchung  der
Differenz  infolge  zu  hoch  berechneten  elektrischen  Stromes,  Verteilung
der  Feuerversicherungsprämien,  Wasserverbrauch,  Beiträge  an  die  Berufsgenossenschaft, ­
  Abschreibungen,  Verteilungen  der  allgemeinen  Betriebsunkosten ­
  usw.  erledigt  sind,  werden  die  Beträge  der  Unkosten-Konten  der
einzelnen  Abteilungen  auf  die  Konten  „Verrechnete  Unkosten“  übergebucht. ­
  Stellt  sich  nun  heraus,  daß  das  Konto  „Verrechnete  Unkosten“
einen  Debetsaldo  behält,  so  ist  erwiesen,  daß  die  Unkostenzuschläge  während
des  Jahres  zu  niedrig  waren  und  der  verbleibende  Rest  wird  dem  betreffenden ­
  Selbstkosten-Konto  summarisch  belastet.  Dieser  Fall  tritt  jedoch
selten  ein,  da,  wie  bereits  an  anderer  Stelle  gesagt,  die  Unkostenzuschläge
etwas  höher  als  sie  voraussichtlich  in  Wirklichkeit  sind,  berechnet  werden.
Verbleibt  auf  dem  Konto  „Verrechnete  Unkosten“  ein  Kreditsaldo,
und  dies  ist  meist  der  Fall,  so  wird  dieser  dem  betreffenden  Selbstkosten-Konto
  der  Fabrikate  summarisch  gutgeschrieben.  Alsdann  werden  folgende
Konten  zu  Lasten  des  Zentral-Kontos  ausgebucht:
1.  Verkaufte  Fabrikate-Selbstkosten;
2.  Konto  Neuanschaffungen  und  Abgänge;
3.  Konto  Patentgebühren  (vgl.  S.  25);
4.  Abschluß-Konto  Materialien;
5.  Abschluß-Konto  Fabrikate.
Der  auf  dem  Konto  „Abschreibungen“  erscheinende  Kreditsaldo  wird
in  der  Weise  ausgebucht,  daß  das  Zentral-Konto  für  die  Abschreibungen
kreditiert  und  das  Konto  Abschreibungen  belastet  wird.
Auf  dem  Gewinn-  und  Verlust-Konto  ist  ebenfalls  ein  Kreditsaldo
auszubuchen,  welcher  aus  Überschüssen  des  Chemischen  Laboratoriums
und  aus  anderen  Gewinnbeträgen  resultiert.  Dieser  Saldo  wird  ebenfalls
gegen  das  Zentral-Konto  ausgebucht,  da  er  von  der  Geschäftsbuchführung
zwecks  Aufstellung  der  Fabrikbilanz  übernommen  werden  muß.
In  der  Geschäftsbuchführung.
Die  Abschlußbuchungen  der  Geschäftsbuchführung  beginnen  mit  den
Verbuchungen  der  von  der  Betriebsbuchführung  zu  übernehmenden  Selbstkosten ­
  der  Fabrikate,  Neuanschaffungen  und  Bestände  an  Materiahen
und  Fabrikaten.  Außerdem  müssen  in  der  Geschäftsbuchführung  diejenigen
            
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