Object: Fabrikorganisation, Fabrikbuchführung und Selbstkostenberechnung der Firma Ludw. Loewe & Co. Actiengesellschaft, Berlin

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Das Gewinn- und Verlust-Konto. Die Statistik. 
Das Gewinn- und Verlust-Konto. 
Als Verlustposten erscheinen auf der Debetseite die Handlungsunkosten 
und eventuell der Saldo des Kontos Zinsen. 
Als Gewinnposten werden die Gewinne lt. der Fabrikate-Konten aufge 
führt, außerdem die Betriebsüberschüsse des Chemischen Laboratoriums 
und diverse andere in der Betriebsbuchführung ermittelte, bei der Ab 
schlußbuchung erwähnte Gewinnbeträge. Die Differenz zwischen den Debet- 
und Kreditbeträgen stellt den Reingewinn der Fabrik dar, welcher Betrag 
gleich ist dem Saldo der Fabrikbilanz. Zwecks Ausgleich der Konten 
werden die Debetposten der Fabrikbilanz dem Zentral-Konto ,,Ludw. 
Loewe & Co.“ belastet und die Kreditposten demselben kreditiert, so daß 
sämtliche Konten des Hauptbuches ohne Saldo auf gehen. Die Fabrikbilanz 
wird von der Zentralbuchhalterei zur Aufstellung der vorstehend abge 
druckten Geschäftsbilanz benutzt. 
Die Buchungen der Fabrikbuchhalterei beginnen im neuen Geschäfts 
jahr mit dem Vortrag des Kassabestandes, der Bestände an Materialien 
und Fabrikaten, der Konto-Korrent-Debitoren und Kreditoren. Die Zu 
gänge für Inventarien und Utensilien werden der Fabrikbuchhalterei nicht 
aufgegeben, da die Konten hierfür in der Zentralbuchhalterei geführt 
werden. 
Die Statistik. 
Um den in der Betriebs- und Geschäftsbuchführung ermittelten Er 
gebnisziffern eine nachhaltige Wirkung zu geben, werden sie statistisch 
zusammengestellt und der Grund etwaiger Schwankungen für die verschie 
denen Zeitabschnitte intensiv untersucht. In dem Bewußtsein, daß man 
nur an Hand einer gut durchdachten Statistik in der Lage ist, die fort 
schreitende Entwicklung der einzelnen Betriebe zu verfolgen und die 
Organisation in gesunde Bahnen zu lenken und hierin zu erhalten, ist die 
Statistik weit ausgebaut worden. Es würde zu weit führen, das gesamte 
statistische Material in seinen Einzelheiten zu spezifizieren und darzulegen; 
auch dürfte dies nicht im allgemeinen Interesse liegen. Deshalb will ich 
mich darauf beschränken, die Statistik nur in ihren Grundzügen an 
zuführen. 
Die Zentrale für die statistischen Arbeiten ist die Betriebsbuchhalterei, 
welche die Unterlagen teils aus der Buchführung entnimmt, teils von den 
Lohnbureaus zugestellt erhält. Die statistischen Aufstellungen unter 
scheiden sich in 
A) tägliche; 
B) wöchentliche; 
C) monatliche; 
D) jährliche.
	        
o 00 ■vl > o oo 03 00 > 00 O CD preis für deutsches Weindestillat zu haben, den er für ^estillat, welches aus französischem Wein gewonnen ist, hat. I Die hierfür in Frage kommenden deutschen Natur eine sind aber in den letzten Jahren vielfach schon mit ) M. für 100 1 und selbst noch darunter verkauft worden, 'enn dieser Preis für deutsche Verhältnisse auch nicht ich erscheint, so ist doch zu erwarten, daß durch die usschaltung dieser Weine aus dem Trinkkonsum resp. irch Verminderung des zu zuckernden Quantums für die rbleibenden deutschen Weine das Absatzgebiet bedeutend irbessert und auch der Preis der letzteren sich erhöhen ".irde. Eine recht gute Rentabilität ist aber schon bei aem Preise von 20 M. per hl für Weingärten in einer | ige, die keinen Qualitätstrinkwein hervorbringt, zu finden, e amtliche Statistik ergibt, daß die Weinbaugegenden, die lige Weine produzieren, einen Durchschnittsertrag von ff2 hl per Hektar ergeben. Dies wird auch von Fach- iten bestätigt, wie es z. B. in der Reichstagsverhandlung m 13. März 1905 unwidersprochen von dem Herrn üchstagsabgeordneten Sartorius ausgeführt wurde. Bei lern Ertrag von 37'/ 8 hl per Hektar würde der Brutto- jf"trag, das Hektoliter zu 20 M. gerechnet, 750 M. betragen, von, ebenfalls nach den Angaben Sartorius, für Be- jungskosten incl. Düngung zirka 350 M. pro Hektar in zug zu bringen sind. Berechnet man den Wert eines :ktars solchen Terrains selbst mit 4000 M., so bleibt hier- immerhin noch eine Rente von 400 M. oder 10%. Das bedeutend mehr, wie sonst in der Landwirtschaft erzielt d. Es ist deshalb auch nicht anzunehmen, daß bei Ver- ndung der sauren Weine zu Brennzwecken und unter sschaltung der durch Zucker erzeugten Quantitäten, ein i^-.iinmangel in Deutschland eintreten könnte. Denn viele rains, die heute mit viel geringerer Rentabilität dem 41
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