Object: Preußisches Landbuch

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Familie, als jedesmaliger Besitzer des Gutes Gcrsdorf. Die Sti 
pendien werden ans 3 Jahre verliehen. Diejenigen, welche auf der 
Friedrichs-Schule (dem jetzigen Friedrichs-Gymnasium) zu Frankfurt a. O. 
gewesen, sollten ein Vorzugsrecht haben und ein Studirender aus der 
v. Schöna ich scheu Familie beide Portionen, also 120 Thlr. ver 
langen können. 
v. Schönbergsche Stiftung für Geisteskranke ;u Görlitz. 
Die Zinsen von 3123 Thlr. werden zur Unterstützung derjenigen Geistes 
kranken aus der Landes-Mitleidenheit der Dberlausitz verwendet, welche 
in den Schlesischen Irren-Anstalten keine Aufnahnie finden oder aus 
den dortigen Anstalten ungeheilt entlasten werden. Die Verwaltung hat 
hat der Kommunal-Landtag. 
v. Schönbornsche Stiftung zu Grandenz. 
Von dem 1840 zu Graudenz t Kaufmann und Rittergutsbesitzer von 
Schön born begründet. Er setzte den Arme» der Stadt 3000 Thlr. 
aus, über deren Verwendung von den Testaments-Vollstreckern und dreien 
Magistrats-Mitgliedern ein Regulativ entworfeu werden sollte. Dieses 
später aufgestellte Regulativ bestimmte, daß mit den 3000 Thlr. eine 
Anstalt begründet werden solle, die unter dem Namen der „v. Schön- 
bornschen Stiftung" bestimmt sei, ältern- oder vaterlosen Kindern bei 
derlei Geschlechts, welche das 7te Lebensjahr bereits erreicht und das 
13te noch nicht überschritten hätten, körperlich und geistig gesund wären 
und der Stadt-Kommune angehörten, eine ihrem Stande angemestene 
Erziehung angedeihen zu lassen, und sic tüchtig zu machen, als Hand 
werker oder Dienstboten nützliche Mitglieder der menschlichen Gesell 
schaft zu werden. Die Vertreter der Stadt richteten zur Aufnahme der 
Anstalt im Armenhause das nöthige Lokal ein und bestimmten, daß die 
bisher Seitens der Stadt aus die Erziehung der Kinder bei fremden 
Leuten verwendeten Summen der neuen Anstalt als Zuschuß überwiesen 
werden sollten. 
Schönebecksche Familien Stiftung Stendal. 
1607 von dem Bürgermeister Schönebeck und desten Ehegattin Mar 
garetha Salzwedcl, sowie später (1662) durch deren Sohn, den 
Rath Schönebeck gegründet. An den Einnahmen aus den Fonds 
dieser Stiftung (sie haben 30,200 Thlr. Kapitalwerth) sind betheiligt: die 
männlichen Nachkommen der Stifter und der rechten Geschwister der- 
selben zu Stipendien auf Schulen und Universitäten und zur Ausbil 
dung als Künstler und Handwerker; die unvermögenden wirklichen 
Nachkommen der Stifter und der rechten Geschwister derselben zur Aus 
stattung bei ihrer Verheirathung; die städtischen Prediger, die Gym 
nasiallehrer und die Schüler; die stndirendni Prediger- und Bürger- 
Söhne und die Armen der Stadt, gitf 1 $cntmitintg sind fünf Exe 
kutoren und zwei Assessoren von den Stiftern angeordnet; sie bestehen 
aus dem Bürgermeister, zwei Predigern und vier Familianten. Fa 
milienglieder beziehen an 300 Thlr., Nicht-Familienglieder 30 Thlr. 
pro anno.
	        
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