Full text: Fabrikorganisation, Fabrikbuchführung und Selbstkostenberechnung der Firma Ludw. Loewe & Co. Actiengesellschaft, Berlin

56 
Die Betriebsbuchführung. 
4. Die Normalien werden nicht mit besonderem Formular bestellt, 
sondern der Verwalter dieses Lagers erhält die Teilliste (Form. 31), 
auf welcher die vom Lager zu entnehmenden Normalien angemerkt sind. 
Diese Teile werden ebenfalls erst bei Montage von den Monteuren ent 
nommen (s. Kapitel Normalienlager). 
5. Solche Arbeiten, welche der Maschinenbau nicht in eigener Werk 
statt ausführt, wie die Anfertigung von Holzeinlagen, Schutzblechen usw., 
werden den ausführenden Werkstätten mit Formular 28 in Auftrag gegeben. 
Wie die unter 1—5 erwähnten Materialien, Teile und Arbeiten dem 
Maschinenbau berechnet werden, geht aus den betreffenden späteren Ab 
handlungen über Selbstkostenberechnungen der einzelnen Abteilungen 
hervor; hier sei nur erwähnt, daß sämtliche Bestell- und Entnahmescheine, 
mit Selbstkostenpreisen ausgefüllt, in das Lohnbureau des Maschinenbaues 
zurückkehren. 
Die Kalkulation der Akkordlöhne. 
Die Akkordlöhne werden im Kalkulationsbureau von besonderen 
Kalkulatoren, welche in der Praxis erfahren und mit modernen Arbeits 
methoden gut vertraut sind, festgestellt. Die diesen Feststellungen ent 
sprechenden Akkordlöhne werden in die Teillisten der Meister (Form. 30) 
neben dem Text für jede einzelne Operation eingetragen und sind von dem 
Meister innezuhalten. Abweichungen sind nur mit Genehmigung des 
Abteilungschefs gestattet. Den Arbeitern ist zugesagt, daß die Akkorde 
nicht geändert werden, solange nicht die Arbeitsstücke oder die Arbeits 
methoden geändert werden. 
Damit im Lohnbureau die Innehaltung der Löhne kontrolliert werden 
kann, werden die kalkulierten Löhne aus Formular 30 in die für das 
Bureau bestimmte Teilliste (Form. 32) übertragen. Bei Verbuchung der 
Akkordscheine muß sich also der Betrag des Akkordscheines mit dem in 
der Teilliste eingetragenen Betrag decken. Auf Grund der Meisterteillisten 
werden im Bureau die Akkordscheine ausgeschrieben und dem Meister mit 
der Liste übergeben, so daß bei Vergebung der Arbeit der Meister nur den 
Namen des betreffenden Arbeiters und das Datum der Ausgabe zu notieren 
hat, und zwar in seiner Teilliste und auf dem Akkördschein. Akkord 
scheine über „kleine Orders“ stellt der Meister aus. 
Die Lohnverrechnung. 
Die Akkordscheine, Formular 40, werden in zwei Exemplaren 
ausgeschrieben, wovon das eine der Arbeiter, das andere das Lohnbureau 
erhält. Etwaige Fälschungen im Text oder in der Lohnziffer müssen also 
im Lohnbureau entdeckt werden, sobald der Akkordschein des Arbeiters 
zur Verrechnung ins Bureau kommt. Die Duplikatscheine werden im 
Lohnbureau sofort gebucht, d. h. in die Teillisten an entsprechender Stelle 
in Rubrik „gezahlt“ übertragen. Bei „kleinen Orders“ geschieht diese
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.