Metadata: Ferdinand Lassalle

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beruhigen —, und auch der Umstand, daß er dreimal 
spater hinaufkam, sich zu erkundigen, ob ich da wäre. 
Gott! überlegte ich mir nachher, wenn ich mir das Leben 
genommen hätte, wie unglücklich hatte ich nicht meine 
Eltern gemacht! Hu! mich schaudert. 
An der Spitze der Juden... 
Unterwegs unterhielt ich mich mit Bloch (einem 
Schulkameraden). Er wollte sich ein Air geben und 
nannte sich einen Atheisten. Als er aber sah, daß ich 
ganz anderer Meinung war, so sattelte er auch um. 
Wir sprachen viel von Seelenwanderung, von Geiger 
und dem Judentum, und er wunderte sich, daß ich mich 
so des jüdischen Glaubens annehme. Der Esel! Als 
wenn man nicht „treife" essen und doch ein guter Jude 
sein könnte. 
Ich sagte ihm dies, und in der Tat, ich glaube, ich bin 
einer der besten Juden, die es gibt, ohne auf das Zere- 
monialgesetz zu achten. Ich könnte wie jener Jude in 
Bulwers „Leila" mein Leben wagen, die Juden aus 
ihrer jetzigen drückenden Lage zu reißen. Ich würde 
selbst das Schafott nicht scheuen, könnte ich sie wieder 
zu einem geachteten Volke machen. O, wenn ich meinen 
kindischen Träumen nachhänge, so ist es immer meine 
Lieblingsidee, an der Spitze der Juden, mit den Waffen 
in der Hand, sie selbständig zu machen.
	        
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