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Hiernach sind
unter 6 Im Größe
im
Gouvernement
Warschau
59,7 %
aller Besitzungen
„
„
Kali sch
71,6.%
„ „
„
„ '
Kielce
85,4 %
„ „
„
„
Lomscha
59,2 P/o
„ „
„
„
Lublin
77,4.%
„ „
„
„
Piotrkow
75,4 %
„ „
„
„
Plozk
58,7 %
„ „
„
„
Radom
76,0 %
„ n
„
„
Suwalki
50,3 ,%■
„ „
n
„
Siedlez
63,0%
ff ff
sodaß im Gesamtdurchschnitt
Polens im Jahre 1909: 69,9 % aller Besitzungen
als unselbständig anzusehen waren.
Tatsächlich herrschen hinsichtlich des kleinbäuerlichen Grund
besitzes auch traurige Verhältnisse vor. „Jeder Bauer*) besitzt
in der ganzen Mur verstreute Grundstücke, deren Zahl bei Be
sitzen von 6—8 ha nicht selten 100, mitunter sogar 200 beträgt.
Dabei haben die Parzellen die denkbar ungünstigste Form. Vor-
wiegend sind die schmalen, sich bis ins unendliche ziehenden
Streifen, es sind solche von 5000 m Länge bei einer Breite von
nur 10 m bekannt, und solche, die 2—4 m breit und über 1 km
lang sind, sind fast in jedem Dorfe zu finden. Bei einer solchen
Lage ist es klar, daß die Grundstücke der verschiedenen Besitzer
gleichartig und gleichzeitig bebaut werden müssen, daher herrscht
in einzelnen Teilen Polens auch jetzt noch die 3 Felderwirtschaft,
bei der Vs der ganzen Oberfläche brach liegen muß, und als
kümmerliche trockene Weide dient." Anregungen zu einer Zu
sammenlegung der Grundstücke sind zwar von altersher gegeben
worden, doch ist bisher eine zwangsweise allgemeine Durchführung
noch nicht erfolgt, sondern alles dem guten Willen der Beteiligten
anheimgegeben. Eine wirklich rationelle und lohnende Boden
bearbeitung ist deshalb, soweit es den Kleinbesitz angeht, zur Zeit
kaum durchführbar.
Diese schlechte Lage des bäuerlichen Kleinbesitzes findet
ihren Ausdruck auch in der großen Zahl der Abwanderer. Nach
Deutschland stellte sich die Abwanderung im Jahre 1904 auf
137701 Köpfe. Wie festgestellt,**) besteht der größere Teil dieser
polnischen Abwanderer aus landbesitzenden Bauern, denen die
*) Bergt, u. Rosenwerth a. a. O. S. 11.
**) Bergt, von Orpiszewski S. 48.