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oft auch ein Fallen der absoluten (Zeit hier 1871—1880). Ich
greife ein Beispiel heraus: die Seilförderung nach den Krug
schächten. Hier finden wir
im Jahre
1871
1880
ein gefördertes Quantum
Ztr. 1000 m-Z.
3 210 900 6 561 728
5025700 8895489
Betriebskosten
in M.
eine Förderlänge
in m
20561 2180 bezw. 1740
17831 1740
Diese Seilförderung ist infolge von Kurven und Niveau
differenzen besonders schwierig. Die Gründe des Fallens geben
folgende Sätze. »Die wesentliche Ersparnis in den Anschläger
und Zugführerlöhnen ist hauptsächlich einer stetig zunehmenden
Gewandtheit dieser Arbeiter zuzuschreiben, welche gestattet, die
relative Anzahl derselben zu vermindern. Die Verringerung der
Ausgaben für Löhne, Material und Kohlen beim Maschinenbe
triebe zeugt ebenso wie der geringere Seilverschleiss dafür, dass
die zahlreichen Erfahrungen, welche während eines Jahrzehntes
im Betriebe gemacht wurden, zu mancher Verbesserung der ur
sprünglichen Einrichtungen führten.«
In Oberschlesien ist man verhältnismässig spät der
maschinellen Streckenförderung näher getreten 1 ). Trotz günstiger
Versuche trat man erst Ende der 1880er Jahre lebhafter dafür
ein. Warum suchte man »die seit Jahrzehnten beliebte« Schlep
per- und Pferdeförderung zu verdrängen ? Die Gründe werden
uns nicht mehr überraschen. Man hatte einmal genügend För
derleute, deren Lohn nicht zu hoch war. Aus Oesterreich und
Russland kam ferner billiges Pferdematerial. Ganz besonders
aber trug zu jener »Beliebtheit« bei, dass die P'örderlängen nicht
allzu bedeutend waren; sie blieben es lange Zeit, »da man bei
der geringen Teufe der Flötze lieber einen neuen Förderschacht
abteufte, als dass man die Förderlänge zu gross werden liess.«
Doch dies änderte sich. Die obere Sohle ist abgebaut, und so
wächst die Teufe der Schächte, und damit, wie das folgende
Kapitel zeigt, auch das Anlagekapital. Hiezu kamen hohe Grund-
und Bodenpreise. Auch der P'ördermann meldete sich, beson
ders 1889. Sein Lohn stieg. Weiter stiegen die Preise für Pferde
material. Da nun Oberschlesien von grossen Konsumtionszentren
entfernt liegt, die hohe Fracht aber preiserhöhend wirkt, so
musste man, falls man nicht niederkonkurriert werden wollte, die
1) Vgl. Heimann, Die maschinellen Streckenförderungen auf den oberschlesischen
Steinkohlengruben. Preuss. Zeitschr. 1900. B. 18 f.