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diesen Posten fällt aber besonders der Seilverschleiss, den man
durch Konstruktion und Methode des Betriebes (z. B. nicht zu
schneller Antrieb) möglichst zu verringern sucht. Die Schwierig
keit der Aufsicht (III) wächst mit der Länge der Strecke, der
Anzahl der Kurven und der Zahl der Anschlagpunkte. Bei
unsern Beispielen schwanken die Kosten zwischen o und 5,215 Pf.
pro tkm. Die Bedienungskosten (IV) richten sich nach den Lohn
verhältnissen, nach den bei III erwähnten Streckenverhältnissen
und nach der Zahl der geförderten Wagen. Ueber Zins und
Amortisation ist nichts hinzuzufügen.
3. Die Lokomotivförderung.
Gegen die mechanischen Streckenförderungen, die wir soeben
nach den verschiedensten Richtungen hin beschrieben haben,
werden nun manche Nachteile geltend gemacht. Man sagt 1 ),
sie seien gewissermassen schwerfällig, da sie sich den vielfachen
Streckenwindungen nicht anzupassen verstünden; weiter sei von
den Zwischenstationen die Förderung schwierig und die Strecken
würden für andere Transporte gesperrt. Dies hat zur Konstruk
tion und zu Versuchen mit beweglichen Maschinen, mit Gruben
lokomotiven geführt. Die P'rage der Lokomotivförderung findet
sich noch im Stadium der Versuche. Da es sich jedoch um ein
interessantes Problem handelt, so wollen wir kurz etwas darauf
eingehen 1 2 ). Dampflokomotiven sind ungeeignet, da Dampf und
Rauch belästigt, die Grubenluft verdirbt und ihr Feuer eine Gefahr
für Wetterexplosionen bildet. Die Natronlokomotive ist zu teuer
und zu schwer; es haben nur vereinzelte Versuche stattgefunden.
Bei den Pressluftlokomotiven ist der Betrieb ebenfalls teuer, weil
sich trotz starker Pressung Verluste und damit geringere Nutz
effekte ergeben. Von den elektrisch getriebenen Lokomotiven
sind die mit Akkumulatoren noch zu schwer, die mit Oberleitung
bei Schlagwettern eine grosse Gefahr, wenn auch die Schwierig
keiten nicht einfach als »unüberwindlich« bezeichnet werden
können. Es verbleiben die Explosionsmotoren (Benzin, Spiritus),
über die gleich noch gesprochen wird. Das Ideal ist, da z. B.
die elektrische Lokomotive eine kostspielige Anlage erfordert,
natürlich eine Lokomotive, die dem Wechseln der Betriebspunkte
1) Vgl. Vogel, Ueber den Ersatz der Pferde bei der unterirdischen Streckförde
rung ausgedehnter Bergwerke. Preuss. Zeitschr. 1883. B. 399 f.
2) Vgl. dazu Köhler, Kat. 142 f. und Entw. Bd. V. 174 f.