Object: Die Nationalökonomie in Frankreich

Die Gruppe der Geschäftsmänner 
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gens „ist klar , daß der absolute Freihandel einen Zustand von 
Frieden zwischen den verschiedenen Völkern der Erde voraus 
setzt .... Solange aber zwischen den großen Ländern offen 
kundige Feindschaft besteht, ist der absolute Freihandel un 
möglich und nur durch sukzessive Etappen kann man dazu 
gelangen 1 ) Was die von der theoretischen Wissenschaft 
erleuchtete Wirtschaftspolitik in der gegenwärtigen Weltlage 
den bedeutenderen kontinentalen Völkern rät, ist, ein liberales 
Zollsystem zu haben und immer mehr auf Erleichterung der 
internationalen Beziehungen hinzusteuern“ 2 ). Wenn man den 
Freihandel nicht haben kann, bleibt die Wahl zwischen zwei 
Systemen: dem der autonomen Tarife und dem der Handels 
verträge. „Das Regime der autonomen Tarife ist ein brutales 
und antisoziales, welches aus innerer Notwendigkeit viel weniger 
liberal und haltbar ist, als das der Handelsverträge, und zwar 
der tarifierten“ 3 ). Für dieses entscheidet sich Leroy-Beau 
lieu. Wie weit sind wir da von Bastiat entfernt! Und gar 
Anerkennung des national wirtschaftlichen Gesichtspunktes bei 
einem Vertreter der kosmopolitischen Naturlehre der Volks 
wirtschaft! Charles Gide hat recht, wenn er von Paul Leròy- 
Beaulieu sagt, er sei „der französischste unter den französi 
schen Nationalökonomen“. 
In der Wertlehre bricht Leroy-Beaulieu mit den klassi 
ere Überlegenheit des absoluten Freihandels unter allen Umständen nur ein 
vorgebliches, wirtschaftliches Dogma, das gar keinen Anspruch auf Annahme 
erheben kann.“ Traité, Dd. I, p. 37—38 und 97—100. 
*) „Von einem andern Gesichtspunkt aus ist absoluter Freihandel in der 
gegenwärtigen Periode für die bedeutenderen, kontinentalen Völker nicht mög 
lich; diese brauchen nämlich Geld und erheben deswegen im Innern indirekte 
Steuern. Diese sind je nach den Ländern und deren Lasten sehr verschieden 
und bedingen z. T. als Korrelat Zölle auf gleichartige Produkte. Man könnte 
die Zölle überhaupt nur abschaffen, wenn man die indirekten Steuern im Innern 
beseitigte, und ich habe anderswo nachgewiesen (Traité de la science des Finances, 
5. Aud., Bd. I, p. 221—287), daß deren Beseitigung bei den Völkern, die 
große Lasten haben, weder tunlich noch vorteilhaft wäre. Auch gibt es gewisse 
Produkte, deren Erzeugung ein bedeutender Staat heute ohne eine gewisse Toll 
kühnheit nicht wesentlich zu mindern riskieren darf. Das ist z. B. in Frankreich 
der Fall für den Getreidebau, in einer Zeit, wo dieses Produkt so bedeutend im 
Preise sinkt.“ Traité, Bd. IV, p. 102—103. 
2 ) Traité, Bd. IV, p. 101—102. 
3 ) ibid. p. 105—106.
	        
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