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Schacht
Dauer der Senkarbeit
Monate
Leistung pro Monat
m
Rheinpreussen X
246
0,51
» II
84
L5 2
Ruhr und Rhein
91
0,87
Neumühl II
6
5.00
An der Zeit sieht man die riesigen Schwierigkeiten, die technisch
zu überwinden waren, die aber im Laufe der Zeit überwunden
sind und so zu einer Steigerung der Leistung geführt
haben. Mit der Mächtigkeit des lockeren Gebirges
und mit der Teufe nehmen allgemein die Leistungen
infolge wachsender Schwierigkeiten
ab, und zwar rechnet man bei heutiger Technik
bei 25— 50 m Teufe mit 5 m Leistung pro Monat
» 150—200 » » » 2,5 » » » »
» 250—300 » » » 1,5 * » » *
Die Kosten der Senkarbeit betrugen bei massigen Wasserzuflüssen
und bei 4,5 bis 7 m Durchmesser der Senkmauer z. B.
bei Schacht Hugo IV 945 M., bei Schacht Werne I 2227 M. pro
lfd. m. Als Durchschnitt bei ähnlichen Verhältnissen und bei geringerer
Mächtigkeit des lockeren Gebirges ergibt sich 1615 M.
pro lfd. m. Die Kosten schwanken jedoch ausserordentlich. So
kostete in der Nähe des Rheins 1 lfd. m Senkarbeit (im Maximum
und Minimum einiger Beispiele) bei Schacht Hugo 12 799 M.
(noch dazu nur Schachtabteufen) und bei Schacht Neumühl I
3351 M. Im Durchschnitt wird man die Kosten für Teufen von
25—300 m wie folgt annehmen können:
Teufe in m
25- 50
100 - 150
200—250
250—300
Kosten pro lfd. m in M.
3 500
11 000
17 000
20 000
Bei dem etwa 300 m mächtigen lockeren Gebirge am Westrande
des Ruhrkohlenbeckens in der Nähe der Lippe würde, falls
die Technik des Verfahrens mit Senkschächten sich nicht ändert,
das Durchteufen 17 Jahre dauern und damit ganz gewaltige Kosten
verursachen.
Bei solchen Schwierigkeiten tritt das letzte hier zu besprechende
Verfahren, das Gefrierverfahren (von Poetsch)
ein, das bei grösseren Leistungen unter den schwierigsten Verhältnissen
rentabler als das heutige Senkschachtverfahren arbeitet.