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Die starke Abnahme der Ackerweide und Brache geschah besonders
zugunsten der Hackfrüchte und Futterpflanzen. Besonders bei ersteren
ist die Anbaufläche sehr stark gewachsen, mit den Gemüsen zusammen
11m 28,7 %. Der Rückgang des Handelsgewächsbaues ist darauf zurück
zuführen, dass die ausländische Konkurrenz infolge der Entwickelung der
Verkehrsverhältnisse auch hier sehr erstarkt ist und den inländischen
Anbau unrentabel gemacht hat. Für die Landwirtschaft im ganzen ist
aber dieser Posten von geringerer Bedeutung, weil die mit Handelsgewächsen
bestellte Fläche an sich nicht sehr gross ist.
Gehen wir noch spezieller auf den Getreide- und Kartoffelbau ein, so
sind die Ernteflächen der für Menschen und Vieh wichtigsten Nährfrüchte
folgende gewesen:
Koggen
Weizen
Winterspelz
(und- Emmer)
Gerste
Hafer
Kartoffeln
1878
5 934 927
1 813 754
403 336
1 620 483
3 743.070
2 753 216
1883
5 827 078
1 912 446
371 996
1 704 693
3 773 202
2 911 109
1888
5 814 253
1 933 337
363 565
1 684 665
3 832 488
2 920 330
1893
6 012 315
2 044 103
347 044
1 594 407
3 906 969
3 036 867
1898
5 945 191
1 969 311
327 485
1635 325 -
3 996 521
3 080 588
1902
6 154 545
1 912 215
311657
1 664 025
4 156 290
3 240 577
Eine ausgeprägte Tendenz zum Wachsen zeigt sich hier nur beim
Hafer und bei den Kartoffeln, während Weizen, Roggen und Gerste im
allgemeinen nur Schwankungen aufweisen. Die niedrigen Getreidepreise
bieten eben keinen Anreiz, die Anbauflächen für Getreide auszudehnen.
Was die Ertragssteigerung pro Flächeneinheit betrifft, so ist der Er
hebungsmodus durch die „Bestimmungen über die Sammlung von Saaten
stands- und Erntenachrichten“ (abgedr. in den Viertelj. zur Stat. d. D. R.
1899, IV, Erg.-Heft) wesentlich abgeändert worden, so dass nur die Zahlen
seit 1899 auf eine gleichartige Weise gewonnen und unmittelbar miteinander
vergleichbar sind. Will man Vergleiche mit den älteren Ergebnissen an
stellen, so darf man nur die Zahlen der früheren „Vorläufigen Übersichten
über die Ernteergebnisse“ wählen; diese sind auf ziemlich dieselbe Weise
gewonnen wie die neuesten Daten und können daher mit diesen immerhin
in Vergleich gestellt werden. Man erhält dann folgendes Bild:
Durehsehnittsertrag pro ha in D.-Ztr. (ä 100 kg):
Weizen
Koggen
Gerste
Hafer
Kartoffeln
1878 . .
• ■ ■ 14,55
12,45
15,05
14,55
88,9
1893 . .
• • ■ 16,7
14,9
14,8
10,7
134,1
1893/99 .
■ • ■ 17,5
14,2
16,7
15,2
118,2
1899/1901
. • . 18,0
14,4
18,0
16,8
132,1
1902 . .
. . . 20,4
15,4
18,9
18,0
134,1
Nach
der alten Erhebungsmethode
lauteten die
Zahlen:
1879/88 .
. . . 13,1
9,8
13,0
11,4
81,0
1887/96 .
. . . 14,3
10,8
13,4
11,9
89,6
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