diesen Käufen stand, stellten sie ihre Verkäufe ein,
und von Morgan, der sich in Aix-les-Bains aufhielt,
kam eine lakonische Kabeldepesche: „Kaufet 150000
Anteile Northern Pacific‘. Diese Anweisung rief eine
Panik hervor. Morgan berichtete darüber:
„Als ich davon hörte, überlegte ich mir folgendes:
wir hatten die Northern Pacific organisiert, wir hatten
alle Papiere der Northern Pacific untergebracht, und
ich wußte bestimmt, daß einige Freunde von uns und
verschiedene andere Leute genügend Northern Pacific
hatten. Wir hatten stets gedacht, daß wir uns auf
Jiese Leute verlassen konnten, um unsere moralische
Kontrolle der Northern Pacific zu schützen. Als daher
die Nachricht von den Kurssteigerungen kam, hatte
ich keinen Zweifel, was ihnen zugrunde lag. Und als
immer weitere Nachrichten kamen, merkte ich, daß
sich irgend etwas ereignet haben mußte. Irgend je-
mand mußte verkauft haben. Ich wußte, wo ver-
schiedene Aktienpakete waren, und machte mir eine
Aufstellung, |
Wenn ich ein Unternehmen reorganisiere und für
seine Leitung moralisch verantwortlich bin, dann fühle
ich mich auch moralisch verpflichtet, es zu schützen
— und im allgemeinen schütze ich es auch. So über-
legte ich mir, daß es wünschenswert sei, 150000 An-
teile zu kaufen. Dadurch gewannen wir, wie ich
wußte, die Mehrheit der Stammaktien. Ich wußte
auch, daß wir damit die tatsächliche Kontrolle er-
hielten, und die anderen konnten die Bahn dann nicht
den Interessen der Union Pacific opfern.
Herr John S. Kennedy war seit 40 Jahren mein
Freund, Er und ich hielten uns zusammen in Aix auf.
Er kam zu mir, um mich zu fragen, was in Teufels
Namen das alles heißen solle. Ich sagte ihm, ich wüßte
es nicht, und darauf meinte er: ‚Was Sie mit Ihren
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