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langt worden. Seit Beginn der 70er Jahre stieg auch die Zahl
der guten Gewerkschaftszeitungen, von denen viele in deutscher,
französischer, italienischer und den slavischen Sprachen erscheinen.
Wie England, so hat auch Amerika Perioden schnelleren
Wachstums in der Bewegung gehabt, aber die Prophezeiungen
derer, die bei jeder Abwärtsbewegung die Bewegung für vorübergehend
erklärten, sind zu Schanden geworden und der dauernde
Fortschritt lässt sich in die Worte des schon zitierten Corall D.
Wright zusammenfassen: „Gleichgültig welcherlei Widerstand die
Arbeiterorganisationen in einigen Perioden fanden, was für Gegensätze
ihren Bestand zeitweise gefährdeten, was für Argwohn unmittelbare
Erfolge hinderte, seit 1825 erstreckten sie, ungeschwächt
durch gute oder schlechte Zeiten, ihre Propaganda von den
Grosstädten ausgehend, schliesslich über alle Teile des Landes“.
10. KAPITEL.
Die Verfassung
der amerikanischen Gewerkschaft.
Die heutige Form der Arbeiterorganisation ist, wie wir sahen,
ein Produkt langer Entwicklung. Die Gewerkschaften gingen nicht
aus dem Kopfe eines Mannes hervor, sie sind nicht erfunden worden,
sondern ihre Bestimmungen und Gewohnheiten sind das Ergebnis
langjähriger Erfahrungen und Erprobung von Heilmitteln für die
vielfachen wirtschaftlichen und sozialen Schäden. Sie bilden eine
Regierung von Arbeitern durch Arbeiter für Arbeiter, geschaffen
von Arbeitern. Ihre Statuten hat ihnen kein teurer Rechtsanwalt
formuliert, sondern sie enthalten einfach und klar die Ideale und
Wünsche der Mehrzahl ihrer Mitglieder. Der Treue, mit der
man an den Idealen und Forderungen hängt und die sich deutlich
an der ganzen Verfassung der Gewerkschaft widerspiegelt, verdankt
diese ihre Spannkraft. Dabei elastisch und anpassungsfähig,
ist die Verwaltung keinen starren Gesetzen unterworfen. Es ist
die Aufgabe der Führer, die aber vor ihren Kameraden keinerlei
Rangvorzug geniessen, der regierenden Majorität diese grösstmögliche
Bewegungsfreiheit zu sichern. Keine „Tyrannei einer