Full text : Rationelle Betriebsführung im Malerhandwerk

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 Eine kalkulatorische Bewertung der weißen
Anstrichfarben
Von Malermeister Hermann Rausch, Oranienburg, b. Berlin
18 In letzter Zeit hat die Fachpresse mehrere Artikel über das
\0 Neue Pigment, das Titanweiß, veröffentlicht, in denen fast ohne
8 Ausnahme der Produktionsprozeß mehr oder weniger ausführlich
behandelt worden ist. Der Farbenhändler sowie der Farbenverbraucher
 hat aber weit mehr Interesse für die wirtschaftliche Eigenh
 art eines neuen Materials, sofern damit eine Änderung in der Preisbildung
 oder der Verarbeitung verbunden ist. Solche Anhalts-:
 Punkte zeigen sich zunächst bei einem strengen Vergleich, mit den
S bisher verwendeten Materialien, im Rahmen einer kalkulatorischen
Bewertung.
Die kalkulatorische Bewertung der Anstrichfarben ist wirt-Schaftlich
 von größter Bedeutung und wird trotzdem vom großen
n Durchschnitt der Fachleute viel zu wenig gewürdigt und ausgenützt.
Große Unternehmungen, wie Eisenbahnen, Werften, Schiffahrts-Sesellschaften
 und andere Industriekonzerne, die zum Zwecke ihrer
Produktiven Maler- und Anstreicherarbeiten, bzw. ihrer Sachwerterhaltung
 eigene Kalkulationsbüros haben, wenden auch dieser
Frage größere Aufmerksamkeit zu und lassen von Zeit zu Zeit ent-Sprechende
 Kontrollen vornehmen, um die vorteilhaftesten An-Strichstoffe
 rationell anwenden zu können.
Mit der hier vorliegenden Arbeit soll kein Anspruch auf absolute
 Zuverlässigkeit erhoben werden, sondern es soll vielmehr nur
m Versuch sein, praktische Methoden zur Erfassung des wirt-Schaftlichen
 Wertes der Anstrichfarben. überhaupt einmal anzu-Wenden,

Während für den rein kalkulatorischen Wert einer Anstrichfarbe
 lediglich der Preis und die Ergiebigkeit bestimmend sind, ist
der Ökonomische Wert derselben auch noch von dem Grad der Haltbarkeit
 abhängig, Wo eine Anstrichfarbe nur als verdeckende Unterlage
 dient, könnte der Grad der Haltbarkeit vollkommen unberücksichtigt
 bleiben, da der letzte Überzug, in den meisten Fällen

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