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Absicht vereitelt. Für ihre Wirksamkeit war es ein glück
licher Umstand, daß ihr die Unabhängigkeit gewahrt blieb,
und ihr die Freiheit des Handelns gelassen wurde, die einer
amtlichen Stelle niemals zustehen kann. An der Gründung-
beteiligten sich die Ministerien für Handel und Gewerbe und
der öffentlichen Arbeiten; außerdem wurden hinzugezogen:
der Zentral verein für das Wohl der arbeitenden Klassen in
Berlin; der Yerein zur Förderung des Wohls der Arbeiter
„Concordia“ in Mainz (dieser Verein ist iin Jahre 1901 mit
der Zentralstelle verschmolzen worden); Arbeiterwohl, Verband
katholischer Industrieller und Arbeiterfreunde in M.-Gladbach;
Links-Rheinischer Yerein für Gemeinwohl in M.-Gladbach;
Bergischer Verein für Gemeinwohl in Elberfeld; Yerein der
anhaitischen Arbeitgeber in Dessau; Gesellschaft für Ver
breitung von Volksbildung in Berlin; Gesamtverbaud der
evangelischen Arbeitervereine Deutschlands in M.-Gladbach;
Katholischer Gesellenverein in Köln.
Der Zentralstelle wurden bei der Gründung folgende
Aufgaben gestellt:
I. Sammlung, Sichtung, Ordnung und Katalogisierung
von Beschreibungen, Statuten und Berichten über
Einrichtungen, welche zum Besten der unbemittelten
Volksklassen getroffen sind;
II. Auskunftserteilung auf Anfragen über Arbeiterwohl-
fahrtseinrichtungen zunächst an die leitenden Ver
eine und, soweit Zeit und Mittel es gestatten, auch an
nichtbeteiligte;
III. Mitteilung über bemerkenswerte Erscheinungen auf
dem Gebiete der Arbeiterwohlfahrtseimüchtungen an
die Zeitschriften der beteiligten Vereine und andere
Blätter, welche sich zu diesem Zwecke zur Verfügung-
steilen.
Nachdem die Zentralstelle bereits eine Reihe praktischer
Arbeiten in Angriff genommen hatte, erhielten die Statuten
am 15. Mai 1898 den Zusatz: Außerdem wird die Zentral
stelle sich angelegen sein lassen, nach Maßgabe ihrer Mittel
und Kräfte durch Veranstaltungen, welche iin Vorstehenden
nicht genannt sind, auf dem Gebiete der Arbeiterwohlfahrts
frage sich zu betätigen.