Full text : Baugenossenschaften und der Berliner Spar- und Bauverein

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benutzt  wird.  Die  ganze  Anlage  macht  einen  sehr  freundlichen
Eindruck.  Mit  dem  Zentrum  von  Berlin  ist  Westend  in
günstiger  Weise  durch  die  Stadtbahn  verbunden.
Schon  im  Jahre  1894  wurde  die  Anschaffung  eines  •
dritten  Grundstückes,  das  im  Osten  von  Berlin  liegt,  in  Aussicht ­
  genommen.  Im  Jahre  1895  hatte  man  sich  dieses  Grundstück, ­
  das  der  Aktiengesellschaft  „Berliner  Neustadt“  gehörte,
unter  dem  Yorbehalt  gesichert,  daß  die  Ausschachtung  zum
Bau  auf  Risiko  der  Verkäuferin  des  Grundstückes  gehen  und
der  Vertrag  erst  in  Kraft  treten  sollte,  nachdem  der  Baumeister ­
  der  Genossenschaft  sich  überzeugt  hatte,  daß  der
Baugrund  zu  keinerlei  Bedenken  Anlaß  gab.  Es  stellte  sich
später  heraus,  daß  dieser  Baugrund  große  Schwierigkeiten
bereitete,  da  man  bei  der  Ausschachtung  immer  wieder  auf
Grundwasser  stieß.
Man  mußte  bei  der  Anschaffung  dieses  Grundstückes
mit  größter  Vorsicht  ans  Werk  gehen,  da  es  sich  hier  um
eine  große  Kapitalanlage  handelte.  Der  Verein  suchte  sich
zunächst  über  die  Wohnungsverhältnisse  der  im  Osten  lebenden ­
  Genossen  zu  orientieren  und  veranstaltete  zu  diesem
Zweck  eine  Enquöte.  Von  den  ausgeschickten  Fragebogen
wurden  ungefähr  380  beantwortet.  Im  Jahre  1896  wurde
dann  das  Grundstück  endgültig  angekauft.  Die  Lage  dieses
Grundstückes  ist  insofern  besonders  günstig,  als  es  sich  um
ein  von  drei  Straßen  (Proskauer-,  Schreiner-  und  Mirbach-Straße)
  begrenztes  Terrain  handelt,  das  mit  der  vierten  Seite
an  ein  Nachbargrundstück  anstößt.  Die  drei  Straßenfronten
sind  in  Höhe  von  5  Geschossen  gebaut,  nach  hinten  ist  das
Grundstück  durch  ein  kleines  vierschössiges  Doppelhaus  abgeschlossen, ­
  dessen  Erdgeschoss  mit  den  Seitenflügeln  in
Verbindung  steht,  während  es  in  den  oberen  Geschossen  freisteht. ­
  Die  Gebäude  umschließen  einen  großen  Hof,  der  mit
Gartenaulagen  sehr  freundlich  ausgeschmückt  ist,  und  der
nahezu  die  Hälfte  des  ganzen  Terrains  einuimmt.  Im  ganzen
umfassen  die  Vorder-  und  Seitengebäude  10  getrennte  Häuser,
wovon  jedes  seinen  besonderen  Treppenaufgang  hat.  Sechs
dieser  Häuser  haben  in  jeder  Etage  2  Wohnungen,  die  aus
Stube,  Kammer  und  Küche  bestehen;  zwei  Häuser  haben  dagegen ­
  in  jeder  Etage  zwei  Wohnungen  mit  nur  einer  Stube
            
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