Full text : Baugenossenschaften und der Berliner Spar- und Bauverein

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1897  der  Genossenschaft  3000  M.  aus  der  Professor  Bernstein-Stiftung
  zur  Verfügung  stellte,  um  dafür  eine  Verkehrs-  und
Lesehalle  in  der  Ansiedlung  in  der  Schreiner-Straße  eiuzurichten.

Zu  den  Büchersammlungen  in  den  einzelnen  Ansiedlungen ­
  haben  verschiedene  Personen  wei'tvolle  Beiträge  geliefert. ­
  Die  erste  Bibliothek  ist  hauptsächlich  von  dem  Buchhändler ­
  Borstell  geschaffen  worden  und  die  zweite  von  Frau
Professor  Bernstein.
Wir  gehen  jetzt  dazu  über,  die  gemeinschaftlichen  Unternehmungen ­
  zu  erwähnen,  welche  den  Zweck  haben,  die  wirtschaftliche ­
  Lage  der  Hausgenossen  zu  verbessern.  Schon  im
ersten  Winter  hatte  man  den  Versuch  gemacht,  Brennmaterialien ­
  gemeiuschaftlich  einzukaufen,  und  sie  an  die  Genossen ­
  zum  Einkaufspreise  abzugeben.  Diese  Einrichtung  hat
sich  so  gut  bewährt,  daß  man  sie  beibehielt  und  auch  in
allen  später  errichteten  Ansiedlungen  zur  Anwendung  brachte.
Es  lag  nahe,  nach  diesen  guten  Erfahrungen  einen  Versuch
mit  einer  allgemeinen  Konsumanstalt  zu  machen.  Aus  den
Kreisen  der  Genossen  bildete  sich  im  Jahre  1896  die  gemeinnützigen ­
  Verkaufshallen  Gesellschaft  m.  b.  H.  mit  einem
Kapital  von  20000  M.  Sie  strebt  nur  eine  vierprozentige
Verzinsung  ihres  Kapitals  an  und  läßt  den  darüber  hinausgehenden ­
  Reinertrag  den  Konsumenten  im  Verhältnis  zu  ihren
Einkäufen  zugute  kommen.  Die  Gesellschaft  hat  in  einem
Teil  der  Häuser  des  Vereins  Läden  eingerichtet.
Um  das  Wirtshausleben  in  edlere  Bahnen  zu  lenken,
gründeten  einige  Genossen  das  „Genossenschaftswirtshaus“,
eine  Gesellschaft  mit  beschränkter  Haftung,  welche  vertragsmäßig ­
  einen  Gewinn,  der  eine  vierprozentige  Verzinsung  des
Anlagekapitals  überschreitet,  zu  gemeinnützigen  Zwecken
innerhalb  des  Vereins  verwenden  muß.  Auch  diese  Gesellschaft
hat  in  einigen  Häusern  des  Vereins  Lokale  eingerichtet.
Am  21.  Juli  1900  gründeten  33  Mitglieder  des  Vereins
die  Bäckereigenossenschaft  „Volksbrot“,  eine  Gesellschaft  mit
beschränkter  Haftung.  Diese  Genossenschaft  zählt  heute
200  Mitglieder.
Im  Anfang  ihrer  Entwicklung  hatte  diese  Genossenschaft
mit  bedeutenden  Schwierigkeiten  zu  kämpfen;  es  war  nicht
            
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