Full text : Baugenossenschaften und der Berliner Spar- und Bauverein

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gewöhnlich  im  Herbst  und  zu  Ostern  ein  Oratorium  je  zweimal ­
  aufgeführt,  und  im  Januar  finden  je  zwei  Solistenkonzerte
statt.  Im  folgenden  ist  eine  Zusammenstellung  der  bisher
aufgeführten  Oratorien  gegeben:
Bach:  Matthäus  Passion  (4  mal  vor  10  000  Arbeitern),
Händel:  Messias  (2  mal  vor  5000  Arbeitern),
Haydn:  Jahreszeiten  (4  mal  vor  600  Arbeitern),
Brahms:  Deutsches  Eequiem  (1  mal  vor  2500  Arbeitern),
Gramman:  Trauerkantate  (1  mal),
Graun:  Tod  Jesu  (2  mal  vor  5000  Arbeitern),
Schütz:  Passion  (1  mal  vor  2500  Arbeitern),
Mendelssohn:  Elias  (2  mal  vor  5000  Arbeitern),
Bruch:  Das  Lied  von  der  Glocke  .(2  mal  vor  5000  Arbeit.),
Mengewein:  Frühlingslieder,  Frau  Musika  (2  mal  vor
5000  Arbeitern).
Die  hervorragendsten  Sänger,  Sängerinnen  und  Virtuosen
haben  sowohl  in  den  Oratorien  wie  in  den  Solistenkonzerten
mitgewirkt.  Um  die  bekanntesten  Namen  herauszugreifen,
nenne  ich  nur:  Amalie  Joachim,  Lilli  Lehmann,  Emilie  Herzog,
Paul  Bulss,  Paul  Knüpfer,  Professor  Joachim,  Professor  Barth,
Professor  Waldemar  Meyer  u.  a.  m.  Verschiedene  Gesangvereine ­
  sowie  auch  das  Philharmonische  Orchester  unter
Leitung  von  Arthur  Nikisch  haben  in  diesen  Konzerten  mitgewirkt. ­
  Es  gibt  in  Berlin  kein  Konzertlokal,  das  sämtliche
Personen,  die  Einlaß  zu  diesen  Konzerten  begehren,  fassen
könnte.  Um  nicht  zu  viele  abzuweisen,  sah  man  sich  daher
genötigt,  die  Oratorienaufführnngen  zunächst  in  der  Garnisonkirche, ­
  die  mit  Erlaubnis  des  Kaisers  unentgeltlich  zur  Verfügung ­
  gestellt  wurde,  abzuhalten.
Die  ästhetischen  Genüsse,  welche  den  Arbeitern  geboten
wurden,  beschränkten  sich  nicht  nur  auf  die  oben  angeführten
Konzerte,  die  Zentralstelle  hat  unter  Mitwirkung  des  Ausschusses ­
  zur  Veranstaltung  von  Volksaufführungen,  im  Jahre
1896  zum  erstenmal  Museumsführungen  veranstaltet.  Der
Versuch  war  so  erfolgreich,  daß  man  schon  im  Winter  1897
sie  in  erweiteter  Form  wiederholen  konnte.  Es  wurde
ein  Programm  von  zwölf  Führungen  zusammengestellt,  zu
denen  Karten  ausgegeben  wurden,  die  der  Ausschuß  in
            
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