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richtung wird an der Sohle des abzubauenden Flötzes angesetzt;
in einer Höhe von vielleicht 1 Dezimeter von der
Sohle und in einer Längsausdehnung von etwa 2 Meter wird
die Kohle zerstoßen. Die zerkleinerte Kohle wird durch
einen Handlanger weggeschafft, so daß die abzubauende
Kohle über einem Hohlraum hängt. Darauf werden
in die unterschrämte Bank des Kohlenflötzes Bohrlöcher
gestoßen, mit Dynamit gefüllt und abgeschossen, so daß auf
diese Weise die Kohle in größeren Stücken und viel billiger
gewonnen wird als bei dem Abbau mit der Keilhaue. Die
Anwendung derartiger Maschinen setzt aber voraus, daß die
Sohle des Flötzes annähernd horizontal verläuft, und daß
das Flötz eine verhältnismäßig weiche Kohle führt, was bei
den deutschen Gruben nur selten der Fall ist. Die Anwendung
der Maschinen und die natürliche Beschaffenheit
der amerikanischen Kohle verbilligen deren Gewinnung.
Die Arbeit gehört indes zur Klasse der „skilled labour“; die
betreffenden Arbeiter verdienen in Pittsburg und Umgegend
zwischen 5000 und 6000 Mark jährlich. Eine weitere wesentliche
Ursache für die Billigkeit der amerikanischen Kohle
liegt wohl darin, daß sie meist oberhalb der Grundwasserlinie
herausgeholt wird, wodurch sich die sehr beträchtlichen
Wasserhaltungskosten erübrigen und außerdem die Herausbeförderung
der Kohle aus dem Grund sich entweder auf
horizontalen oder selbst nach unten gerichteten Schienen
bewerkstelligen läßt. Dadurch werden auch die sehr kostspieligen
Schachtanlagen überflüssig.
Der Roheisenbedarf war im Jahre 1901 auf 455 Pfund
auf den Kopf der Bevölkerung gewachsen. Der Verbrauch
auf den Kopf der Bevölkerung betrug an Rohbaumwolle im
Jahre 1870 12,82 Pfund und im Jahre 1901 22,17 Pfund,
an Kaffee 6 Pfund und 10,60 Pfund und steigerte sich für
Zucker, dessen Verbrauch wohl für den Nationalwohlstand