Kapitel IV.
Die wirtschaftlichen Generalstabskarten
im
amerikanisch-deutschen Wettbewerb.^
Den natürlichen Reichtum des Landes jenseits des
Ozeans mit seinen „unbegrenzten Möglichkeiten“ habe ich
staunend gesehen; mit Bewunderung den Fleiß, der diesen
Reichtum befruchtet und mehrt; mit höchster Würdigung die
Kunst der Organisation, die unter den verschwenderischsten
Aufwendungen für Handarbeit ersetzende Maschinen die
sparsamste Massenproduktion zustande bringt und dadurch
ein immer noch erheblichen Nutzen gewährendes Angebot
augenblicklich zu Preisen ermöglicht, die Länder mit weniger
vollkommen ausgestatteten Industrien im internationalen
Wettbewerb zurückdrängen. Ich sah zugleich den oft ver
wegenen Aufbau von Riesen-Trusts, die mit märchenhaften
Ziffern — zuweilen fingierten, oft aber auch wirklichen und
echten — operieren und die gesamte gewerbliche Intelligenz
des Landes gleichsam zu einer einheitlichen Armee machen.
Der blendende Glanz außerordentlicher Errungenschaften
und Aussichten hat aber meinem Auge nicht die Fähigkeit
entzogen, auch die schwachen und undichten Stellen in der
*) Veröffentlicht am 9. August 1902.