Full text : Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

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teil.  Dauernd  läßt  sich  ein  Güteraustausch  nur  dann  erhalten, ­
  wenn  alle  Teile  daraus  Nutzen  ziehen,  was  eine
relative  und  zeitweise  Überflügelung  des  einen  durch  den
andern  nicht  ausschließt.  Wenn  irgendwo  ein  Land  dem
andern  Ware  unter  dem  Marktwert  oder  gar  unter  dem
Gestehungswert  überläßt  —  aus  welchem  Grund  immer  es
geschehen  mag  —,  macht  es  ihm  ein  Geschenk  oder  zahlt
ihm  einen  Tribut.  Daß  aber  andauernde  Geschenke  oder
Tributzahlungen  den  damit  Bedachten  wirtschaftlich  zurückbrächten, ­
  kann  sinniger  Weise  nicht  behauptet  werden.
Es  wird  eine  Zeit  kommen,  in  der  man  sich  in  den
Vereinigten  Staaten  sagen  wird,  daß  es  doch  eine  besonders
unwillkommene  Kehrseite  darstelle,  wenn  der  Amerikaner
seinen  Bedarf  überteuer  bezahlen  müsse,  damit  ihn  das
wirtschaftlich  zu  besiegende  Ausland  billiger,  sogar  unter
dem  Gestehungspreis,  erhalte.  Daher  glaube  ich,  daß  der
amerikanische  Konsument  allmählich  immer  mehr  zu
solchen  Betrachtungen  gelangen  muß.  Und  weil  dies  der
Fall  sein  wird,  so  meine  ich  auch,  daß  die  Produzenten
selbst,  in  kühlerer  Abwägung,  zumal  wenn  sie  erst  Verlustjahre ­
  durchgemacht  haben  werden  —  die  doch  unausbleiblich ­
  sind,  unbeschadet  der  „unbegrenzten  Möglichkeiten“
im  eigenen  Lande  —,  sich  der  Erkenntnis  nähern  werden:
daß  sich  ein  stetiger  und  gesunder  Außenhandel,  dessen
die  immer  mehr  anwachsende  Industrie-Erzeugung  dringend
bedarf,  nur  auf  dem  Boden  langfristiger  Tarif-  bezw.  Handelsverträge ­
  erhalten  und  fortentwickeln  läßt,  unter  Beseitigung
eines  ungeheuerlichen  prohibitiven  Hochschutzzollsystems,
das  nicht  der  Gesamtheit  des  Volks,  sondern  auf  die  Dauer
nur  einem  Teil  und  hier  wieder  nur  übermächtigen  Interessengruppen ­
  Nutzen  bringt.
            
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