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ein zusammenfassender Rückblick auf die Vorkommnisse
des Jahres 1901 und die der ersten Hälfte dieses Jahres.
Im Vorjahr die Ermordung des Präsidenten Mac Kinley,
eine schlechte Maisernte, eine ernste Erschütterung am
Kupfermarkt, der berüchtigte „Northern Pacific Corner“ mit
seinen verlustbringenden Folgen in den Kreisen der Börse
und des Privatpublikums, dann andauernd Arbeiter-Streiks
innerhalb wesentlicher Produktions- und Verkehrsgebiete —
wahrlich Momente, die geeignet gewesen wären, im einzelnen
und ganzen zerstörend zu wirken und nachzuwirken,
wäre die Grundlage des Wirtschaftskörpers nicht an sich
gesund und gefestigt. Auch ist es grundfalsch, wie es bei
uns vielfach geschieht, von bevorstehenden schweren Krisen
und dergleichen mehr mit besonderer Betonung zu sprechen.
Ich stelle nicht in Abrede, daß in den Vereinigten Staaten
wie in jedem andern zu hoher Blüte gelangten Staatswesen
einmal Rückschläge kommen müssen. Solche Winterstürme
sind drüben gerade so unausbleiblich, wie sie es anderwärts
gewesen sind, und manche Anzeichen hierfür sind
auch in dem Zaubergarten der Union vorhanden. Aber das
Land ist mit einem so staunenswerten Überschuß an Bodenschätzen
gesegnet, es ist mit so unermeßlichen Hilfsquellen
ausgestattet, seine Industrien sind mit einer so bewunderungswürdigen
Vervollkommnung der maschinellen Technik
ausgerüstet, daß hier jedem Wintersturm — man denke nur
an die schnelle Wandlung nach der Reaktion Mitte der
1890 er Jahre — rascher, als man es sich versieht, der verjüngende
Frühling und mit ihm neues und befruchtendes
Leben auch in Zukunft folgen dürfte.
Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten! Die Einwohnerschaft
der Vereinigten Staaten zählt nach der Besitznahme
Portorikos, der Hawaiischen und der Philippinen-Inseln
etwa 88 Millionen Seelen, das ist kaum über 5 Proz. der