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chen vor einiger Zeit übersetzt hätte und diese Übersetzung
— auf Abdruck der Kodak-Bilderchen wurde geschmackvollerweise
verzichtet — mit einem kleinen Vorwort versehen
haben würde. In diesem Vorwort empfiehlt Herr Graf Tiele-Winckler
die Schrift Vanderlips seinen Landsleuten zum
Studium. Er überläßt ihnen zwar, aus den Vanderlipschen
Darlegungen die Folgerungen selbst zu ziehen, doch macht
er auch aus seinen eigenen Folgerungen kein Hehl, indem
er es für das letzte Rettungsmittel erklärt, daß das „ergraute
Europa“, den Ernst der Lage und den drohenden wirtschaftlichen
Bankrott erkennend, „aus seinem hypnotischen Zustand
erwachen und sich entschließen wird, unter Beiseitesetzung
der bestehenden Interessengegensätze sich zusammenzuschließen
und die alten Waffen aus der Rüstkammer zu
holen, deren Amerika sich ihm gegenüber so erfolgreich
bedient hat: Schutz des legitimen Markts nach dem Rezept
McKinleys, Wilsons und Dingleys!“
Ich kann in den Klagegesang, den auf Grund der
Vanderlipschen Schrift Herr Graf Tiele - Winckler dem
„ergrauten Europa“ wehmutsvoll singt, ebensowenig einstimmen,
wie ich seiner Anregung zu einem zollpolitischen
Zusammenschluß Europas zu folgen vermag. Dieses schon
deshalb nicht, weil die unter den Völkern Europas bestehenden
Interessengegensätze so tief in den einzelnen
nationalen Eigenarten wurzeln, sowohl politisch als auch
wirtschaftlich so schwer zu überbrücken wären, daß eine
praktische Durchführung des mehr oder weniger utopistischen
Planes zu festen Formen, wenn überhaupt, so erst
in Jahrzehnten heranreifen könnte. Sollen die Völker
Europas solange müßig Zusehen, solange die Hände in den
Schoß legen? Würde anderseits, wenn eine derartige zollpolitische
Union zustande käme — bildlich gesprochen —,
hierdurch ein Würfelchen Kohle, ein Stückchen Eisenerz,