fullscreen: Leben und Lehre des Buddha

Weichnisse. 
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den üblen Ruf: „Die Hausfrau Yaidehika ist zornig; die Haus 
frau Yaidehika ist unruhig; die Hausfrau Yaidehika ist nicht 
friedfertig." So auch, ihr Mönche, ist mancher Mönch hier ganz 
saust, ganz ruhig, ganz friedfertig, solange ihm nicht unfreund 
liche Reden zu Ohren kommen. Wenn aber, ihr Mönche, einem 
Mönche unfreundliche Reden zu Ohren kommen, dann soll ein 
Mönch sanft erfunden werden, ruhig erfunden werden, friedfertig 
erfunden werden. Ich nenne, o Mönche, einen Mönch nicht sanft 
mütig, der sanftmütig ist und Sanftmut zeigt, damit ihm Klei 
dung, Speise, Lagerstatt und Arznei für den Fall einer Krankheit 
gegeben wird. Warum? Weil der Mönch, wenn er keine Klei 
dung, Speise, Lagerstatt und Arznei für den Fall einer Krankheit 
bekommt, nicht sanftmütig ist und keine Sanftmut zeigt. Den 
Mönch nenne ich sanftmütig, ihr Mönche, der sanftmütig ist und 
Sanftmut zeigt, indem er das Gesetz ehrt, das Gesetz hochhält, 
das Gesetz achtet. Deswegen, ihr Mönche, sollt ihr lernen: Wir 
wollen sanftmütig sein und Sanftmut zeigen, indem wir das Gesetz 
ehren, das Gesetz hochhalten, das Gesetz achten." 
Gern gebrauchte Buddha auch das Bild des Arztes. Die Ge 
fahren, die einem Mönche drohen, werden verglichen mit den Ge 
fahren, denen ein Badender ausgesetzt ist: die Gefahr durch Wellen, 
Krokodile, Strudel, Delphine. Asketen und Priester, die auf 
falsche Weise die Erkenntnis zu erlangen suchen, werden verglichen 
mit einem Manne, der, um Sesamöl zu gewinnen, einen Trog 
mit Sand füllt, den Sand oft befeuchtet und dann jedesmal aus 
drückt, oder der, um Milch zu bekommen, das Horn einer Kuh 
mit neugeborenem Kalbe melkt, oder der, um Butter zu machen, 
Wasser in einen Krug gießt und das Wasser mit dem Rührstab 
quirlt, oder der, um Feuer zu entflainmen, nasses Holz und ein 
feuchtes oberes Reibholz nimmt. Die Fülle solcher Gleichnisse ist 
ganz unerschöpflich. Manche kehren in verschiedenen Teilen des 
Kanons ganz gleichlautend wieder, wie das Gleichnis von der 
Henne und den Eiern, das auch in den in Turkestan gefundenen 
Bruchstücken des Sanskritkanons erwähnt wird: „Wie wenn, ihr 
Mönche, eine Henne acht, oder zehn, oder zwölf Eier hätte, und 
diese wären von der Henne richtig gelegt, richtig bebrütet, richtig 
gebildet, sollte da die Henne nicht den Wunsch haben: „Möchten 
doch meine Kücken mit der Spitze der Kralle oder mit dem Schnabel 
die Eischale zerbrechen und glücklich herauskommen", und die Kücken 
sind fähig, mit der Spitze der Kralle oder mit dem Schnabel die
	        
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