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hören, sind die Arbeiter fest organisiert. Die Zahl der also
organisierten Arbeiter wächst außerordentlich; sie betrug
im Jahre 1900 900 000, Ende 1901 schon 1 500 000; Ende
dieses Jahres wird sie voraussichtlich 2 000000 übersteigen.
Der Kampf zwischen organisiertem Kapital und organi
sierter Arbeit trat im Vorjahre durch den Streik der Eisen-
und Stahlarbeiter besonders ernsthaft in die Erscheinung.
Wegen der Lohnfrage hatte es früher schon öfter partielle
Streiks gegeben, bei denen die Arbeiter Erfolge erzielten.
Die „Amalgamated Association of Iron and Steel and Tin
Workers“ verlangte diesmal von den Arbeitgebern die
offizielle Anerkennung der völligen Gleichberechtigung des
Arbeiterverbands mit den Kapitalsvereinigungen. Die For
derung drang nicht durch. Die Gründer der „United States
Steel Corporation“ hatten über alle Gebiete der vereinigten
Fabriken in einer ganzen Reihe von Etablissements aus
schließlich solche Arbeiter angestellt, die der „Amalgamated
Association“ nicht angehörten. Damit waren für den Streik
fall immune Gebiete und zugleich Anziehungszentren für
die zum Abfall bereiten Elemente geschaffen, so daß die
Aufrechterhaltung des Betriebes in gewissen Grenzen er
möglicht wurde. Dazu kam, daß unter den Arbeiterführern
selbst Meinungsverschiedenheiten herrschten. Der eine
dekretierte einfach den Streik unter Vertragsbruch, der
andere erklärte die Nichteinhaltung eines geschäftlichen
Abkommens für ein schweres Vergehen.
Ungleich besseren Erfolg hatte die „American Fede
ration of Labor“ in ihrem Haupt-Rekrutierungsgebiet Cali-
fornien. Im Hochsommer vorigen Jahres hatten die
Spediteure und Großkaufleute von San Francisco ihre zur
Union gehörigen Arbeiter, Fuhrleute, Verpacker ausgesperrt,
weil diese sich geweigert hatten, aus ihren Organisationen
auszutreten. Die Seeleute und Dockarbeiter erklärten hier