Full text: Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

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Meinung des amerikanischen Volkes ferner die Verwandt 
schaft mit dem imperialistischen Gedanken, der auf die 
Gemüter zauberhafte Macht ausübt. Ich erinnere mich 
freundschaftlicher Unterhaltungen, die ich mit Führern des 
politischen und wirtschaftswissenschaftlichen Imperialismus 
gepflogen habe. Besonders gedenke ich der Unterredungen 
mit dem Senatsmitglied für Indiana, Herrn Beveridge, der 
von Beruf Lawyer, in seiner Stellung als Staatsmann Repu 
blikaner und Imperialist von großem Einfluß und Ansehen 
ist. Dieser glaubt an den nahen Eroberungszug der Ver 
einigten Staaten durch die ganze Welt. Im Mai führte er 
mir in Washington vor, daß die Union in den letzten fünf 
Jahren für Kriege, Pensionen und sonstige Regierungskosten 
2,5 Milliarden. Dollars aufgewendet und alles bis auf den 
letzten Dollar bezahlt, die Goldreserve auf den höchsten 
Stand gebracht und bei alledem die Kriegssteuern abge 
schafft habe. Dies sei nur unter der glorreichen ameri 
kanischen Wirtschaftspolitik — der Hochschutzzollpolitik — 
möglich gewesen. Gewiß seien nicht alle Trusts und nicht 
in allen Teilen splide, aber — und das ist kennzeichnend 
— die Amerikaner müßten an ihren Trusts festhalten, weil 
sonst an deren Stelle die internationalen Trusts kämen, in 
denen die Deutschen und die Engländer zum Nachteil Amerikas 
die Führung haben könnten. Trusts und Hochschutzzoll 
seien für Amerika unentbehrlich — bis die amerikanische 
Industrie im Siegeslauf die ganze Welt erobert habe, Ame 
rika der Bankier der ganzen Welt geworden sei und den 
ganzen Welthandel beherrsche. Dann erst wäre die Zeit 
für internationale Trusts gekommen. Was Mr. Beveridge 
mir im Mai in Washington gesagt, das hat er Monate später 
in Ogden in Utah unter dem Jubel der republikanischen 
Zuhörer in langer Rede ausgeführt. 
Die Übertreibungen des amerikanischen Imperialismus
	        
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