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im gemeinsamen Interesse unseres Handels und unserer
Industrie liegende Ideal aufzustellen, daß in der deutschen
Abteilung der St. Louis-Ausstellung ein würdiges und anschauliches
„Gesamtbild der Leistungsfähigkeit Deutschlands
auf ideellem und materiellem Gebiet“ gegeben werde. Erfolgt
die Zustimmung unserer stolzen Großindustrien, so
ist das gewiß hocherfreulich und ein überaus dankenswertes
Verdienst dessen, der solche Zustimmung bewirkt. Im andern
Fall aber muß das Programm der amtlichen Denkschrift
in seinen Hauptzügen sorgfältig innegehalten, müssen
die Bedingungen beobachtet werden, die oben als grundlegend
erörtert worden sind.
Die in der amtlichen Denkschrift als Kern der deutschen
Ausstellungsabteilung bezeichneten drei Hauptgruppen —
bildende Künste und Kunstgewerbe, Erziehungs- und Unterrichtswesen,
wissenschaftliche Apparate aller Art — sollen
gewiß die allerweiteste Umgrenzung erfahren. Es scheint
aber bedenklich, daß die Denkschrift „nach den bisher bekannt
gewordenen Wünschen der Interessenten die Anreihung
von Ausstellungen auf dem Gebiet der Elektrotechnik und
des Ingenieurwesens“ in Aussicht nimmt, obwohl sie den
einschränkenden Zusatz macht, daß „im übrigen Erzeugnisse
der Großindustrie nur insoweit zuzulassen sein werden, als
aus den beteiligten Kreisen selbst der Wunsch zur Beschickung
der Ausstellung sich geltend macht, und als die
Anmeldungen die Gewähr dafür bieten, daß mit den vorzuführenden
Schaustücken ein einigermaßen zutreffendes
Bild von der Leistungsfähigkeit Deutschlands auf dem einschlagenden
Industriegebiet gegeben werden kann“. Diese
Einschränkung dürfte unzulänglich sein. Ein bloß „einigermaßen
zutreffendes Bild“ ist ein unzutreffendes Bild, und
wir dürfen unser großes Ansehen auch nicht im kleinsten
durch eine mangelhafte Repräsentation auf das Spiel setzen.