Object: Die deutsche Wirtschaft

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Diese Kasse, deren Vorsitzender Lambert Bachem bis zum 
Jahre 1848 blieb, bestand mit zeitgemäßen Ausgestaltungen ihrer 
Satzungen 75 Jahre lang als „Allgemeine Cölner Buch 
drucker Krankenkasse“, zuletzt als eingeschriebene Hilfs 
kasse, bis diese 1884 gemäß den Bestimmungen des Kranken 
versicherungsgesetzes vom 15. Juni 1883 in eine Ortskrankenkasse 
unter dem Titel „Krankenkasse für die Buchdrucker 
und Schriftgießer (Ortskrankenkasse)“ umgewandelt 
wurde. Aus dieser traten am 1. Januar 1885 die Bachemschen 
Mitglieder aus, nachdem die Firma ihre Hauskrankenkasse frei 
willig in eine gesetzliche Betriebskrankenkasse umgewandelt hatte. 
Die Ortskrankenkasse für Buchdrucker und Schriftgießer erlitt 
1913 das Schicksal aller kleineren Ortskrankenkassen Kölns, sie 
ging bei der Neuordnung der Kölner Krankenkassenverhältnisse 
in die Städtische Allgemeine Ortskrankenkasse auf. 
Als ergänzende Hilfskasse zur Kölner Buchdruckerkranken 
kasse hatte Josef Bachem 1873 eine Hauskrankenkasse gegründet, 
deren Satzungen seit 1881 und 82 allen Geschäftsangehörigen des 
Hauses J. P. Bachem den Beitritt ermöglichte. Das wöchentliche 
Krankengeld betrug M. 7,20, das Sterbegeld 36 M. 
Diese Kasse wurde 1884 auf Grund des Krankenversicherungs 
gesetzes vom 15. Juni 1883 in eine Betriebskrankenkasse 
umgewandelt, deren Leistungsfähigkeit eine Erhöhung des Ar 
beitgeberbeitrags auf die Hälfte der Mitgliederbeiträge stärkte. In 
drei Klassen zahlten die Mitglieder 30, 20 und 10 Pfg wöchentlich, 
bei einem Krankengelde von 9, 6 und 3 M. und einem Sterbegelde 
v on 60, 50 und 40 Mark. Ein besonderer Kassenführer besorgte 
die sich immer mehr ausdehnenden Geschäfte. Die Sätze sind 
seitdem mehrfach erhöht worden. 
Zu dieser Betriebskrankenkasse gründete die Firma im Jahre 
1890 eine Zuschußkrankenkasse, zu der sie ebenfalls einen 
Beitrag in Höhe der Hälfte der Mitgliederbeiträge leistete. 
Waren bisher die Mitglieder der Kassen auf einen bestimmten 
Kassenarzt angewiesen, so trat 1896 hierin durch Einführung 
der beschränkten Arztwahl eine Aenderung ein. Für den Stadt 
bezirk Köln wurden sechs Aerzte, für Nippes und Ehrenfeld je 
®>n Kassenarzt zur Wahl gestellt, außerdem mit mehreren Spezial 
ärzten und Krankenanstalten bez. Verträge geschlossen. Die 
Erhöhung der Leistungen machte eine Erhöhung der Beiträge 
v °n 3 v. H. des durchschnittlichen Tagelohnes auf 3 1 /* v. H.
	        
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