Full text : Die englische Agrarenquete von 1913

26

Zweiter  Teil.

großen  Güter  nur  halb  ausgenützt  werden,  müssen  wir  auf  der  anderen
importieren:
Mk.

Butter  im

Werte  von

zirka

500

Käse  „

„

„

„

150

Milch  und  Sahne  (frisch  oder  konserviert)  „

„

„

über

>/2

Milch  (kondensierte)  „

„

„

zirka

45

Eier

„

„

170

Geflügel

„

„

„

17

Schweinefleisch,  Speck  und  Schinken  .  „

„

„

368

Äpfel

„

„

„

50

Pflaumen,  Kirschen  und  Birnen  .  .  .  „

„

„

„

21

Gemüse

,,

„

„

94

Diese  Waren  sind  meist  Produkte  des  Kleinbesitzes,  und  es  ist  nicht
einzusehen,  warum  wir  dieselben  nicht  im  Lande  produzieren  könnten.
Wahrscheinlich  wird  in  Zukunft  der  Bedarf  daran  beständig  wachsen,
da  Altersversicherung,  höhere  Löhne  und  andere  soziale  Reformen  die
Konsumkraft  des  Volkes  erhöhen  werden.
Aber  nicht  nur  die  Produktionsrichtung  allein,  sondern  auch  die
Zahl  der  Menschen,  die  der  Boden  ernährt,  komnit  hier  in  Frage.  Die
Durchschnittszahl  der  ständig  beschäftigten  Männer  stellt  sich  bei  den
verschiedenen  Größen  von  Gutsbetrieben  wie  folgt:
Größe  des  Betriebes  Zahl  der  Männer  auf  40  ha
0,4—  2  ha  8,0

2—  20  „  4,3
20—120  „  2,5
über  120  „  2,3
Der  geringe  Verbrauch  an  Menschen  auf  der  englischen  Farm  tritt
besonders  hervor,  wenn  man  diese  Zahlen  mit  denen  anderer  Länder
vergleicht:
beschäftigt  auf  40  ha  Kulturland  18  Männer
n  ■■  I.  >.  n  16  ,,

Österreich
Belgien  .
Italien
Deutschland
Holland  .
Ungarn  .
Frankreich
Dänemark
Großbritannien

15
13
12
11
10
7
            
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