Full text : Die englische Agrarenquete von 1913

Drittes  Kapitel.  Small  Holdings.

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Hier  mögen  noch  drei  Beispiele  für  den  Zuwachs  an  Menschen
und  Vieh  infolge  Verkleinerung  der  Wirtschaftseinheiten  folgen:

cvfnrfip  Zahl  der  Farmen  Bevölkerung  Großviehzahl
Huacye  yor  nad)  vor  nach  vor  nach
ln  “ a  der  Aufteilung  der  Aufteilung  der  Aufteilung

Ledsham  .  .

.  341

6

31

31

132

200

355

Haslington

.  2u2

4

19

22

106

142

229

Balherlop.

.  168

2

12

11

66

108

204

Wie  schon  ermähnt,  sind  viel  mehr  Kleinpächter  Klienten  von
Großgrundbesitzern  als  von  Grafschaftsräten.  Da  treten  uns  nun  zwei
Hauptübelstände  entgegen,  die  oft  das  Mißlingen  der  Kleinpachtunternehmung ­
  verschulden:  die  Unsicherheit  der  Dauer  und  die  übermäßig ­
  hohe  Pacht.  Großgrundbesitzer  und  Vermalter  sind  oft  mit  den
Großfarmern  auf  ihrem  Territorium  entweder  verwandt  oder  befreundet,
so  daß  letztere  oft,  wenn  auch  nicht  praktisch,  so  doch  tätsächlich  in
ihrer  Pacht  festsitzen.  Der  kleine  Mann  steht  ganz  anders  da;  besonders ­
  wenn  er  tüchtig  ist,  läuft  er  Gefahr,  daß  man  ihm  kündigt,
um  seine  Pacht  zu  erhöhen.  Er  steht  nun  vor  der  Wahl,  fortzugehen
oder  eine  höhere  Pacht,  durch  seine  eigenen  Meliorationen  bedingt,  zu
zahlen.  Kommt  noch  hinzu,  daß  die  Pacht  für  ihn  relativ  höher  (oft
zwei-  bis  dreimal  so  hoch!  ist  als  für  den  Großfarmer,  selbst  nach  Abzug
der  größeren  Einwendungen  des  Besitzers  an  Gebäuden,  Vermaltungsspesen
  usw.  Die  Möglichkeit  dafür  resultiert  aus  der  größeren  Nachfrage
nach  Kleingütern;  oft  finden  sich  20  und  mehr  Bewerber  für  ein  Objekt.
Ein  Land-Gerichtshof  müßte  geschaffen  werden,  der  die  Macht  hätte,
die  Pachtpreise  auf  Wunsch  des  Pächters  oder  Verpächters  zu  revidieren.
Überall,  wo  das  8mall  Holding  die  ökonomisch  beste  Form  darstellt,
ist  es  von  nationalem  Interesse,  daß  der  kleine  Mann  nicht  eine  aufs
höchste  angespannte,  sondern  eine  gerechte  Pacht  zahlt.
Die  Small  Holders  der  Grafschaflsräte  führen  die  gleiche  Klage.
Die  Pacht  ist  oftmals  von  10  s  gleich  auf  15  8  und  manchmal  mehr
für  I  aors  (40  a)  durch  Ankaufs-  und  Aufteilungsspesen  in  die  Höhe
getrieben  worden,  Nicht  zu  vergessen  ist  allerdings,  daß  hierin  folgende
Unkosten  stecken:
a)  Verzinsung  des  Kaufpreises,
Io)  Einrichtung  und  Ausstattungskosten,
c)  Amortisalionsquote  für  Land-Erwerbs-  und  Einrichtungskosten.
Wenn  auch  die  Grafschaftsräte  aus  der  Erfahrung  allmählich  lernen  und
            
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