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(15536) 1882 Aug. 20
1536. Engels an Marx in Argenteuil; Great Yar-
mouth 1882 August 20.
10 Columbia Terrace, Great Yarmouth,
20. August 1882.
Lieber Mohr,
Die Gelder sind eingezahlt, und ich habe sofort heute bei der
Bank eine Anweisung für fr. 1200 bestellt. Am Dienstag hoffe ich
sie zu haben.
Wie ist’s mit der großen Doktorenprüfung vom vorigen Diens-
tag? Bis jetzt ganz ohne Nachricht.
Gibt’s Schwierigkeiten mit dem cheque, so schick ihn einfach
zurück, und ich schicke Dir ebenfalls eine Anweisung auf Paris
dafür. Die Geschichte war nur Notbehelf.
Pumps und baby sehr flott, das Kleine kriegt schon zwei Zähne.
Schorllemmer] geht Morgen über acht Tage nach Deutschland.
Das Tischdecken zwingt mich zu schließen.
Dein F. E.
1537. Marx an Engels in Great Yarmouth; Ar-
genteuil 1882 August 21.
Montag, 21. August 1882. x
1l Boulevard Thiers, Argenteuil.
Dear Fred,
Die „Versilberung‘ fand statt vorgestern.
Die Woche, die mit letztem Montag begonnen, zeichnete sich
aus durch abominables Wetter; Regen (kalt zum Teil), Stürme, z
Schwüle; vor allem Nässe, während „Wassermangel‘“ zu Paris
„offiziell“ angezeigt. Die hiesige Bureaukratie würde zur Zeit selbst
der Sündflut „offizielle Wassernot‘“ für Trinken, Waschen, häus-
liche und industrielle Zwecke etc. fertiggebracht haben.
Gestern meine letzte Wanderung im Salle d’inhalation und Ge- x
nuß von Bad und douche zu Enghien; ebendaselbst untersucht zum
Abschied durch Dr. Feugier; Resultat:
1. das bronchitische Röcheln sehr reduziert; ganz wäre ver-
schwunden ohne das Wetterpech;
2. der pleuritische frottement-Lärm bleibt im statu quo; ein z
durchaus vorhergesagter casus. Im besten Fall, und keineswegs
häufigen, dauert diese Reliquie der pleuresie für Jahre. Man
schickt mich an den Genfer See, von wo bis jetzt günstige Wetter-
berichte, indem die beiden Doctores meinen, daß möglicher Weise
die letzten Reste des Bronchialkatarrhs von selbst dort „alle“ wer- «