die Bestrebungen des Verbandes hier zu beobachten, so ist das
bis jetzt der Fall gewesen.
Ich wünsche von Herzen, dass Sie Ihre jetzige vortreffliche
Führung stets behalten mögen. Eine derartige
Führung schliesst ja in sich die Hoffnung aufErreichung
der — wie ich ganz besonders betonen muss — in diesem Falle
völlig berechtigten Wünsche hier in Sachsen.
Mein Wunsch, den ich speciell äussere, lautet dahin: Möge
der Verband unter seiner jetzigen vortrefflichen Führung weiter
gedeihen! Den Beweis für seine Lebensfähigkeit hat er nach
denjZahlen, die hier vorgetragen worden sind, vollständig erbracht,
und so ist die Hoffnung und der Wunsch, die ich hier ausspreche,
ganz gewiss berechtigt, dass der Verband Sächsischer Industrieller
weiter blühen und gedeihen möge und dass noch viele der
Aussenstehenden sich Ihrem geehrten Verbände anschliessen
möchten. (Lebhafter Beifall.)
Herr Kommerzienrat Opitz, Vorsitzender der Dresdner
Kaufmannschaft: Meine sehr geehrten Herren. Ich möchte mich
nur der Aussprache und den Wünschen meines geehrten LIerrn
Vorredners in jeder Richtung voll und ganz anschliessen und
speziell noch meinen Dank aussprechen für die gütige Einladung,
dass ich Ihren heutigen Verhandlungen beiwohnen darf. (Lebhafter
Beifall).
Vorsitzender: Wir kommen nun zu Punkt 2 der Tagesordnung:
2. Vortrag des Herrn Fabrikbesitzers Max Langhammer-Chemnitz,
Mitglied der zweiten Ständekammer, über:
„Die Vertretung der Industrie in den sächsischen
Ständekammern.“
Meine'hochverehrten Herren! Gestatten Sie mir, dass ich
zunächst einige persönliche Bemerkungen mache, bevor ich über
das Thema spreche. Ich bitte um Ihre Nachsicht, weil ich
unter den Einwirkungen einer starken Erkältung leide, die mir
namentlich physisch Beschränkung beim Sprechen auferlegt, und
dann, meine Herren, noch etwas weiteres.
Ich werde mir Mühe geben, den Gegenstand, zu welchem
ich sprechen soll, in der objektivsten Weise zu behandeln, aber
es geht bei dem Thema nicht anders, nämlich, ich muss dasselbe
vom politischen Gesichtspunkte aus betrachten, denn es
ist ein politisches Thema.
Es wurde bei der vorhergegangenen Diskussion der Wunsch
ausg'edrückt, dass man die Politik über den Haufen werfen
und nur noch wirtschaftliche Fragen in den Landes- und Reichsvertretungen
erörtern und lösen solle.
Ja, meine Herren, ich kann mir nun nicht denken, wie das