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eine Gemeindegewerbesteuer wird voraussichtlich in der kommenden
Landtagssession ihre Erledigung - finden, seitens des Verbandes
ist ein ausführlich begründeter Einspruch geg'en diese
Steuer an das Ministerium gerichtet und ausserdem in Anschreiben
an die Landtagskandidaten der Wunsch ausgedrückt
worden, dass sie dieser Steuer ihre Zustimmung versagen
möchten. Da diese Steuerfragen zur Kompetenz des Landtags
gehören und die Einsprüche des Verbandes anlässlich der letzten
Beratungen über die Steuerreform ohne Berücksichtigung blieben,
so bildet die Aenderung der jetzigen Zusammensetzung der
Ständekammern ein Hauptbestreben des Verbandes. Er richtete
an das Ministerium eine von verschiedenen Städten und Korporationen
unterstützte Eingabe betreffs Neueinteilung der Landtagswahlkreise,
sowie wegen Aenderung der Zusammensetzung
der Ersten Ständekammer und Vertretung der Industrie in der
letzteren. Ferner richtete der Verband an alle für den Landtag
bei den diesjährigen Wahlen aufgestellten Kandidaten Anschreiben,
worin er die Wünsche des Verbandes zu verschiedenen
Fragen darlegte und um Unterstützung derselben bat. In verschiedenen
Kreisen veranlasste der Verband seine Mitglieder
zur Aufstellung industriefreundlicher Kandidaten, um dadurch
das industrielle Element im Landtage zu stärken, und hatte die
Genugtuung, dass von seinen Mitgliedern zwei als Abgeordnete
wieder und vier, darunter zwei Vorstandsmitglieder, neu in den
Landtag gewählt wurden, in dem der Verband jetzt durch acht
Mitglieder vertreten ist. Der Verband legt dieser praktischen
Betätigung an der Wirtschaftspolitik die grösste Bedeutung bei
und wird auch in Zukunft sich bemühen, die industriefreundlichen
Elemente im Landtage immer mehr zu stärken, da er nur
dann einen Erfolg seiner bei dem Landtage vorgebrachten
Wünsche erhoffen kann, wenn dessen Zusammensetzung und
die der Ersten Ständekammer eine andere geworden ist. Der
Verband glaubt aus verschiedenen Anzeichen erkennen zu können,
dass seine Tätigkeit bereits den Erfolg gehabt hat, die sächsischen
Industriellen in ganz anderer Weise als früher für die Teilnahme
an den Fragen des sächsischen Wirtschaftslebens aufgerüttelt
und zur Vertretung ihrer Interessen veranlasst zu haben. Um
die Arbeiten des Verbandes auch weiteren Kreisen zugänglich
zu machen, sind die Verhandlungen des Verbandes im Wortlaute
in den,, Veröffentlichungen des Verbandes Sächsischer Industrieller“
herausgegeben worden, von denen bisher vier Hefte erschienen
sind, die die Wirkung der Warenhaussteuer auf die Industrie,
die Frage der .Steuerreform, die Bedeutung der Kanalfrage für
das Königreich Sachsen und die Ansprüche der Handwerkerorganisationen
gegenüber den Industriebetrieben behandeln. Der
Verkehr des Verbandes mit seinen Mitgliedern und anderen