Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

(1130) 1868 Mai 4 
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chen, und bevor ihre Fracht (und Personen-) Quotationen durch 
gesetzliche Bestimmungen reguliert sind. 
Ich wünschte nun umgehend Deine Ansicht, ebenso um- 
gehend Rücksendung der Einlagen. 
Sehr hübsch, daß Deine vaterländische Handelskammer über 
die wachsende Macht und Gefährlichkeit der Internationalen Ar- 
beiterassoziation Jammert. 
Salut. 
K. M. 
1131. Engels an Marx; 1868 Mai 6. 
Lieber Mohr, 
Manchester, 6. Mai 1868. 
Ich gratuliere anyhow zu dem halben Saeculum, von dem ich 
übrigens auch nur um eine kurze Spanne Zeit mehr abstehe. Was 
wir doch vor 25 Jahren für jugendliche Enthusiasten waren, als 
1 wir uns rühmten, um diese Zeit längst geköpft zu sein. 
Inliegend Kugelmann, Büchner, Schily, Reclus, Schweitzer 
und die Elberfelder Zeitung zurück, ferner noch etwas über Dein 
Buch, das mir Siebels Frau schickt; er selbst scheint nicht mehr 
schreibfähig zu sein, ist in Barmen und geht nach Godesberg. 
» Die Profitgeschichte ist sehr schön, ich muß sie aber noch wei- 
ter durchdenken, um die Portege nach allen Seiten hin zu erfassen. 
Ad vocem Schweitzer. Dieser Schurke benutzt die Geschichte 
nur als Anlaß, um uns wieder anbeißen zu machen. Es hat natür- 
lich nichts auf sich, daß Du ihm für diesmal Auskunft gibst, in- 
des principiis obsta! sieh, daß der Kerl nach erhaschtem kleinem 
Finger kein Attentat auf die ganze Hand ausübt. Zur Sache ist es 
für mich keinem Zweifel unterworfen, daß die deutsche Eisen- 
industrie den Schutzzoll entbehren, a majore also auch die Herab- 
setzung des Zolls auf Roheisen von 7*/» Groschen auf 5 Groschen 
1 per Zentner (von 15 auf 10 sh. per Tonne) vertragen kann und 
ebenso die andere Herabsetzung. Die Eisenausfuhr mehrt sich jähr- 
lich, und zwar nicht nur nach Belgien. Was zu. Grunde gehn würde, 
sind einzelne während der Spekulationswut in den 50er Jahren 
entstandene, weit von Kohlen abliegende und sonst auf ungenü- 
genden, schlechten Gruben beruhende Eisenhütten. Diese sind 
aber meist Alle schon kaputt, und die Nähe einer Eisenbahn 
wäre ihnen nützlicher als alle Schutzzölle, falls sie je wieder 
lebensfähig werden sollten. (In Engelskirchen steht so ein Ding, 
300 Schritt unterhalb der Fabrik meiner Brüder — die Kohlen 
u müssen von Siegburg 2% deutsche Meilen per Achse gebracht 
werden — kein Wunder, daß es stillsteht. Diese Art Werke 
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