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stärker und zahlreicher, sie umfassen jetzt mehr als 11000 Land- und fast 2000
Industriearbeiter. Der Verein von Bologna schloß seine Bilanz 1902 mit
einem Aktivum von 679 Liren und der von Pavia init einem solchen von
1257 Liren. Endlich hatte die nationale Vereinigung, die 10 Centesimi
Beitrag für jedes Mitglied der Einzelvereine erhielt, am 31. März 1902 eine
Einnahme von 3554 Liren, eine Ausgabe von 2882 Liren und einen Kassenbestand
von 671 Liren und Ende 1902 11210 Lire Einnahme, 10954 Lire
Ausgaben und 256 Lire Kassenbestand. In einer Versammlung der Sekretäre
im Januar 1903 wurde beschlossen, die Vereinigung von der Propaganda zu
entbinden, um die Kosten zu vermindern.
Aus diesen Ziffern geht eine Abnahme der Beiträge hervor,
die jedoch noch nicht so stark ist, um die Auflösung der Vereine
zu rechtfertigen. In der Tat sind die Monatsbeiträge für die
Provinzialvereine nur wenig seit der den Streiks unmittelbar
vorangehenden Zeit zurückgegangen., von der Zeit, wo alles in
begeisterter Erwartung der Vorteile war, die man durch die
Vereine zu erreichen hoffte, bis zum Ende des Jahres, d. h. 7
oder 8 Monate nach den Streiks, die meist mit der Niederlage
der Bauern endeten und damit die Begeisterung dämpften. Und
man begreift auch, wie der größte Teil der Abnahme bei der
nationalen Vereinigung eintrat. Der Bauer, der immer einen
engen Horizont und Jnteressenkreis gehabt hat und der erst jetzt
in eine Organisation eingetreten ist, kann nur schwer auf einmal
den Nutzen seines Beitritts zu einem Zentralverein einsehen, der
weit von ihm entfernt liegt und von ihm unbekannten Männern
geleitet wird.
Je mehr man sich mit den örtlichen Organisationen beschäftigt,
um so mehr sieht man ein, daß ihr Gefüge solid ist.
Nur zwei Beispiele: Die Bundesgruppe der Distrikte von Sermide
und Revera (Mantua) hatte Ende November 1902 172 Lire Einnahme
und Ende Dezember 222 Lire. Die Sektion Piccolini
(Mortara) hat während aller Monate des Jahres 1902 eine
mittlere Einnahme von 30 Liren aufrecht erhalten können. Auch
in Polesine, wo die Niederlage so schwer und hart war, richten
sich die Vereine jetzt wieder auf. Man kann deshalb nicht von
-einem Ende der ländlichen Organisationen reden, sondern viel-