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ein bischen Stroh, das meist während der ganzen Saison nicht
erneuert wird. Erkrankt einer, so lebt er weiter an der Seite der
Gesunden, ohne daß es jemandem einfällt, ihm größere Sorge
zuzuwenden oder ihn zu isolieren. Zu den Krankheiten infolge
des Stehens mit nackten Beinen im Wasser kommt vor allem die
durch Mückenstiche hervorgerufene Malaria hinzu. Man wird
begreifen, wie traurig das Leben dieser Arbeiter ist, von denen
75 % Frauen sind.
Jetzt begann eine von den Arbeiterligen und den Arbeitskammern
der Auswanderungs- und Einwanderungsgebiete für Reisarbeiter
begonnene Agitation die Aufmerksamkeit aller Vereinigungen,
der Presse und der öffentlichen Meinung auf die Reisarbeit
zu lenken, während man in Arbeiterkongressen Vorkehrungen verlangte,
um die Arbeitszeit auf acht Stunden zu beschränken, die
Stellenvermittler zu unterdrücken und sie durch unentgeltliche Vermittlungsämter
bei den Arbeitskammern und den Bauernligen zu
ersetzen, den Unterhalt direkt von den Pächtern liefern zu lassen,
gesunde Schlasräume unter Trennung der Geschlechter einzurichten
usw. Nun hat der Oberarbeitsrat einen Gesetzentwurf verfaßt,
der mehrere von den Vorschlägen der Arbeiterorganisationen
enthält. So kann nach den Bestimmungen des Entwurfs der Vermittler
nicht mehr, wie es jetzt geschieht, einen Vertrag mit den
Pächtern zu bestimmten Bedingungen und dann mit den Arbeitern
einen solchen mit für sie ungünstigeren Bedingungen machen und die
Differenz verdienen, da (nach Art. 5) der Pächter auf Verlangen
der Arbeiter den Vertrag vorzeigen muß. Ebenso wird die indirekte
Ausbeutung der Arbeiter durch den Vermittler verhindert, da der
Lohn für die Arbeiter und Aufseher getrennt gebucht werden muß
(Art. 7) und den Arbeitern ihr Lohn ganz ohne Abzug zugunsten
irgend jemandes ausgezahlt werden muß (Art. 6). Auch die
Frage der unwürdigen Spekulation auf Verdienst an der Kost ist
indirekt gelöst. Man hat zwar nicht absolut ihre Lieferung durch
dritte Personen verboten, aber man hat die unabwälzbare Verantwortung
für Qualität und Quantität den Pächtern auferlegt.
Der Arbeitstag ist auf neun Stunden festgesetzt. Von der Arbeit