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gewählt. Am 2. April 1880 erhielt L ermann Zarges Prokura, der feit dem 1. Dezember 1862 im Lause Gustav
Lubbe tätig war und noch heute als Prokurist wirkt (1906). Anfang Januar 1881 wurde Otto Lubbe Stadtverordneter.
1882—1888 Landelsrichter. Am 5. Jan. 1886 stellv. Vorsitzender der Stadtverordn.-Versamml.
Am 17. März 1887II. Vorsteher der Kaufmannschaft. Am 20. Oktober 1887 Stadtrat. 1888 Roter Adlerorden.
Am 25. Aug. 1889 I. Vorsteher der Kaufmannschaft, später (vom Januar 1899 ab) der Landelskammer bis zu
seinem Tode. 1891 Kommerzienrat. 1901 Geh. Kommerzienrat. 1903 Kronenorden III. Klaffe. Am 24. Oktober
1904 starb Otto Lubbe.
IV. Die Firma Walstab & Co. ist, wie aus einem noch erhaltenen Geschäftsbriefe vom 19.Dezember 1789 erhellt,
aus der Firma C.W. Blumenthal hervorgegangen. Sie handelte mit Kolonialwaren, Indigo, Kaffee und
amerikanischen Läuten und betrieb Spedition. Am 1. September 1790 war Carl Wilhelm Walstab in dieFirma
eingetreten, die den Namen Blumenthal & Walslab erhielt. Etwa im Jahre 1794 ist Johann Friedrich Jacob
Listemann zum Ersah für C.W.Blumenthal, der die Firma verließ, bis zum 28.Februar 1800 Mitinhaber des
Geschäfts gewesen. Von da ab führte Carl Wilhelm Walslab die Firma bis zu seinem Tode allein, während
unterm 12.April 1825 sein Sohn Robert Walstab das Geschäft in Gemeinschaft mit einem Rudolph Schroeder
übernahm. Am 18. Oktober 1838 war Robert Walstab gestorben, so daß Gustav Lubbe das Geschäft von dem
Alleininhaber Rudolph Schroeder erwarb. Gustav Lubbe übernahm gleichzeitig mit der Firma Walstab & Co.
die Pansasche Buchdruckerei, die er am 1. Mai 1849 seinen Faktoren August Giesau und Carl Otto abtrat. Sie
ist jetzt im Besitze eines Sohnes von Carl Otto.
Feier der 25 jährigen Tätigkeit des Ersten Vorstehers der Handelskammer,
Äerrn Geheimen Kommerzienrates Otto Lmbbe, im Kollegium.
Die Landelskammer feierte am 4. Januar d. Is. das Fest der 25 jährigen Mitgliedschaft ihres Ersten Vorstehers,
des Geheimen Kommerzienrates Lubbe. Vormittags gegen I I Ahr fanden sich die Mitglieder und der
Syndikus der Kammer in der Wohnung des Jubilars ein, um ihm ihre Glückwiinsche darzubringen. In ihrem
Namen hielt Lerr Kommerzienrat Zuckschwerdt folgende Ansprache an den Jubilar:
„Lochverehrter Lerr Erster Vorsteher, lieber Freund und Kollege! Der heutige Tag, an dem Sie vor 25 Jahren
in unsere Gemeinschaft eingetreten sind, ist für uns alle ein Festtag. Bietet er uns doch die Gelegenheit, Ihnen
zu zeigen, wie sehr wir Ihre Tätigkeit schätzen, Ihre Arbeitskraft bewundern und Ihre Persönlichkeit lieben.
Immer sind Sie uns als leuchtendes Vorbild des emsigen Schaffens, des zielbewußten Strebens, des vornehmen
Denkens vorangeschritten. Die Ehren, welche Ihnen im Lause dieser Jahre zuteil wurden, sind die Anerkennung
gewesen für Ihr persönliches Wirken und für die Leistungen der von Ihnen geleiteten Landelskammer. Das
Ansehen unserer Körperschaft ist unter Ihrer Führung stetig gewachsen, ihr Wirkungskreis hat sich fortdauernd
erweitert. Auch durch die uns in diesen Tagen überwiesenen 10000 Mk. zur Erhöhung Ihrer uns früher anvertrauten
hochherzigen Stiftung haben Sie einen neuen Beitrag zur Stärkung unseres Einflusses dargebracht. Wir
sind Ihnen für alles dieses großen Dank schuldig, und zum Zeichen, daß wir solchen Dank im innersten Lerzen
empfinden, erlauben wir uns Ihnen diesen Pokal zu widmen. Er wird gekrönt durch dasselbe Bild des Ritters
Georg, welches die Stätte Ihrer amtlichen Tätigkeit schmückt. Laben Sie auch nicht mit Lanze und Schwert gestritten,
so haben Sie doch mannhaft gekämpft für Magdeburgs wirtschaftliche Entwickelung und die Ehre Ihres
Standes. Möchte dieser Pokal Ihnen zeigen, wie dankbar Ihre Kollegen Ihr Streben und Schaffen und Ihre
liebenswürdige Leitung anerkennen, und möchte sein Anblick in Ihren Nachkommen den Stolz wacherhalten,
Kinder eines echten Magdeburger Kaufmanns zu sein."
Lerr Geheimrat Lubbe dankte für die ihm zuteil gewordene Ehrung und betonte, daß er das, was ihm zu
leisten gelungen sei, nicht hätte vollbringen können ohne die selbstlose und aufopfernde Mitarbeit der Mitglieder
des Kollegiums. Lerr Morgenstern überreichte der Frau Geheimrat Lubbe im Namen der Landelskammer
einen Blumenstrauß. Ferner waren zur Beglückwünschung Vertreter des Kaufmännischen Vereins, die dem
Jubilar die Ehrenmitgliedschaft des Vereins überbrachten, und viele Spitzen der städtischen und staatlichen Behörden
erschienen. Am Abend fand in den Rämnen der Landelskammer ein Festmahl zu Ehren des Lerrn Geheimrats
Lubbe statt, an dem sich über 100 Personen beteiligten. Anter den Ehrengästen befanden sich Oberpräsident
v. Boetticher, kommandierender General v. Beneckendorff und v. Lindenburg, Wirkl.Geh. Oberfinanzrat Girth,
Regierungspräsident IR.Baltz, Eisenbahndirektionspräsident Graas, Oberbürgermeister Schneider, Reichsbankdirektor
Polzin usw. Nachdem Lerr Geheimrat Lubbe ein Loch auf den Kaiser ausgebracht hatte, nahm Lerr
Kommerzienrat Zuckschwerdt das Wort, um der vielseitigen und erfolgreichen Tätigkeit des Jubilars in dem
Ältestenkollegium und der Landelskammer zu gedenken. ErschloßmitdemWunsche, daß es dem Jubilar beschieden