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aus Potsdam, Gustav Everth, Albert Mayer, Fritz Schieß, Th. Dzschenfzig, Otto Pilet, Max Iaensch,
Richard Boncke, Eduard Jordan (K.-R.) aus Parchim, Georg Lilienfeld und Kaesemacher (Dir.), jetzt Stettin.
Wer im kaufmännischen Leben steht, wird wissen, daß diese Ramen, die nur eine beschränkte und, wie wir
gern zugeben, willkürliche Auswahl aus der Zahl der früheren Angestellten der Firma Zuckschwerdt & Beuche!
bilden, einen guten Klang haben.
Betreffs derPerson von Wilhelm Zuckschwerdt müssen wir uns begnügen,eineZusammenftellung der Ehrenämter
zu geben, die er bekleidete,von privaten Ämtern wie den Aussichtsratstellen usw.abgesehen.
II. Wilhelm Zuckschwerdt ist: Börsen-Kommissar seitdem 4. Januar 1886; Landelsrichter vom 16. März 1888
bis zum 25.März 1901; Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses seit 1900; Ältester der Kaufmannschaft;
dannMitglied derK>andelskammervom29.Dez. 1890; zweiter Vorsteher der Handelskammer vom 3. Januar 1899
bis 9. Dezember 1904; erster Vorsteher der Handelskammer seit dem 9. Dezember 1904.
III. Titel,Orden und Ehrenzeichen: Ernennung zum König!. Kommerzienrat am 29.April1898; Roter Adlerorden
IV.Klasse am 25.März 1901; Rote Kreuzmedaille III.Klasse am 27. Januar 1904; Kronenorden III. Klasse
am 18. Januar 1905.
IV. Die Firma Zuckschwerdt & Schneider ging im Jahre 1825 in den Besitz der Familie Schneider über. Die
Aktendes Registergerichtes zuMagdeburg enthalten darüber solgende zweiArkunden: „Zufolge früher getroffenen
freundschaftlichen Übereinkunft, sind die unterzeichneten Erben des vor fünf Jahren verstorbenen Herrn Georg
Friedrich Zuckschwerdt aus her Hierselbst unter der Firma von Zuckschwerdt & Schneider bestehende Fabrique
und Handlung jetzt ausgeschieden. Der mitunterzeichnete Carl Schneider hatselbige mit allen Activis undPassivis
übernommen, und setzt solche für seine alleinige Rechnung unter der seitherigen Firma fort. Wir zeigen dieses
hierdurch ergebenst an. Magdeburg, am 1. April 1825.
Carl Schneider. D.L.Zuckschwerdt Ww.,geborene Zuckschwerdt. Der Ober-Amtmann Zuckschwerdt.
Nach dem Tode unsers Ao. 1819 verstorbenen Associe des Herrn Georg Friedrich Zuckschwerdt, verblieben die
Erben desselben Teilnehmer an unserer Fabrique und Handlung. Der frühern sreundschafilichen Übereinkunft
zufolge, sind dieselben jetzt ausgeschieden, und unser Carl Schneider, der die Geschäfte seit fünf Jahren allein
leitete, hat die Fabrique und Handlung mit allen Activis und Passivis übernommen, um selbige für seine alleinige
Rechnung fortzusetzen. Das Geschäft selbst erleidet hierbei keine Veränderung, auch die seitherige Handlungs-Firma
wird CarlSchneider beibehalten, dessenIhnen bekannte Unterschrift Sie, wie seit jenem Todesfall, als die
allein gültige betrachten wollen. Wenn wir Ihnen hiervon Kenntnis geben, so verfehlen wirzugleich nicht,Ihnen
für das uns seither geschenkte Vertrauen verbindlichst zu danken, und bitten Sie, uns dasselbe auch fernerhin zu
erhalten. Achtungsvoll und ergebenst zeichnen Magdeburg, am 1. April 1829.
Zuckschwerdt -^Schneider."
V. Im Jahre 1835 wurden von Ludwig Zuckschwerdt mehrfach Reisen geplant nach dem Süden und auch nach
dem Norden, nach Petersburg. Hierzu warb der Auditeur Fritz Dommerich den Braunschweiger Lauswaldt
zum Reisegefährten für Zuckschwerdt. Darüber schreibt er: „Lauswaldt habe ich deinen Antrag bekannt gemacht
und er schrieb mir darauf vor einigen Tagen seinen Reiseplan. Wilhelm meint freilich, einen penibleren Menschen
als Lauswaldt gäbe es nicht; darin inag er Recht haben. Von Dir habe ich ihm das Nötige in Bezug deiner
Reisequalität mitgeteilt. Damit Du Dein Tagebuch nötigenfalls wieder vorher schreiben könntest, wenn Du mit
ihm reisest, habe ich ihm gesagt, er solle Dir die nötigen Reisebücher vorher schicken. Du wirst dich erinnern, daß
du in Rom schon vor der Rückreise dein Tagebuch der Reise bis Mailand fertig schriebst. So etwas können
wenige.... (folgt ein Kunstausdruck) und du kannst dir damit bei vielen einen berühmten Namen machen. Auch
vermag das nur der,welcher eine ungeheure Phantasie besitzt, und daß Du diese hast,zeigtest Du ja als wir zum
ersten Mal das Forum vom alten Tarpejischen Felsen herab erblickten und Du ausriefest: „so habe ich es mir
gedacht!" obgleich Du unterwegs vom alten und neuen Rom nichts wußtest. Auch habe ich Lauswaldt schon
gewarnt und ermahnt, die Reiseroute so zu beftimmen,daß darüber kein Zweifel entstehen möchte,ob ihr zuLande
oder zu Wasser reisen wollt, denn zuweilen fiele es Dir ein, von einem Orte, der mitten im Lande liegt, zu Wasser
wegreisen zu wollen (siehe Florenz!) Von Lauswaldt ist viel zu lernen." ...
Durch die Verehelichung Wilhelm Zuckschwerdts mit Fanny Schneider, Tochter des LerrnjGeh. Komm.- Rats
Schneider,und den Eintritt des jungen Herrn Conrad Schneider in die Fa. Zuckschwerdt 6-Beuche! fand gleichsam
eine geschäftliche Einigung der beidenZweigeZuckschwerdtscherÜnternehmungen in Magdeburg, des Geschäftes
von Georg Zuckschwerdt und von Ludwig Zuckschwerdt, statt.