Full text : Magdeburger Großkaufleute

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Ioh.Fr.Deneke  und  Frau.

und  hetzend.  Da  sollte  inan  Carl  Deneke  hören,  wie  er  von  den  Abenteuern  und
der  Poesie  seines  Reiselebens  zu  erzählen  wußte.  And  ime  gern  tat  er  es,  wenn
er  abends  in  fröhlichem  Kreise  beim  Glase  Bier  saß.
Mail  kannte  seine  unerschöpfliche  Erzählnngsknnst  lnid  srellte  sich  allerseits,
wenn  er  mit  der  feststehenden  Redewendung  begann:  „Als  ich  noch  für  Schützes
reiste"...  Loch  zu  Roß  zog  er  aus.  Bei  gitteli  Freunden  wurde  länger  5>alt
geiiiacht,  das  kam  dein  Geschäft  zugilte.  Nicht  nur  seine  Ware  mußte  man  anpreisen ­
  können;  es  galt  auch  gesellschaftlich  aufzutreten.  Den  Reisenden,  der  so
trefflich  verstand,  Schlittenpartien  iUid  Tanzereien  zll  veranstalten,  konnte  man
nicht  ohne  großen  Auftrag  ziehen  lasten.  And  da  war  Carl  Deiieke  als  junger
Mann  ebensoivohl  beschlagen  wie  später  in  reiferem  Alter,  wenn  es  galt,  mit
vollem  Ernst  große  wirtschaftliche  Projekte  zu  erörtern  und  auch  durchzuführen.
Doch  nicht  immer  ging  es  hoch  her!  Roch  als  Greis  gedenkt  er  in  einem  Briefe
mit  gleicheiii  Genuß  der  Zeiteii,  wo  er  in  Dresden  „ans  einer  Schaluppe  im  Elbftrom
  bei  Kartoffeln  inid  Gering  geschwelgt  habe".
Mit  gaiizeui  Lerzen  und  mit  voller  Lust  und  Liebe  zur  Sache  blieb  Deiieke
„Reisender  für  Schütze  &  Co.",  bis  er  seine  eigene  Firma  gründete.  Als  er  sich
hierzu,  bei  eiiiem  Alter  voll  24  Jahren,  entschieden  hatte,  teilte  er  es  seinen  Chefs
von  Chemnitz  ails  brieflich  init.  Die  Antwort,  die  noch  ini  Original  erhalten  ist.
            
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