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des Zollvereins begleiteten. ES wurde den befreundeten Inhabern klar, daß ihrer
für eine Firma zu viele feien, und sie trennten sich in vollem gegenseitigem
Einverständnis, jeder den anderen auch nach der geschäftlichen Auseinandersetzung
hochschätzend und unterstützend, wo es nur airging.
Carl Deneke griindete nun seinerseits im April 1836 ein Speditionsgeschäft,
wobei er aus den Beistand seiner vielen auswärtigen persönlichen Bekanntschaften
rechnen konnte. Später handelte er auch noch mit Düngemitteln, wie
Guano, war Direktor der Magdeburger Wasser-Assekuranz, General-Agent
der Erfurter Gesellschaft „Thuringia" sowie auch Vertreter der Zementsabrik
von Quistorp in Stettin. In den sechziger Jahren war Carl Deneke mit
L.Moevius assoziiert, doch trennte er sich im Jahre 1872 von ihm und behielt
nur eine Zichorien-Darre und den Verkauf von Platten, Flieserl usw. Seine
geschäftlichen Erfolge schildert er im Jahre 1847 selbst wie folgt:
„Der Eltern Segen baut den Kindern Läufer!" Mit dankerfülltem Herzen kann ich dies alte
Sprichwort auf mich anwenden; denn kann ich mich auch nicht reich, selbst nicht einmal wohlhabend
nennen, so bitt ich doch mit meiner Lage ganz zufrieden; und steigt der Wunsch nach
einem größeren Vermögen wirklich einmal in mir auf, so ist dies doch nur bei Gelegenheiten,
wo ich andern nicht nur durch Rat, sondern auch mit der Tat mehr Helsen möchte, als meine
Verhältnisse mir das hellte gestatten.
Für eine um so ernstere Pflicht halte ich es daher, mich, wie die Dinge nun einmal liegen,
dieser Welt auf aildere Weise nützlich zu machen, und das Vertrauen meiner Mitbiirger hat
mir dazu in für mich durchaus ehrender Weise Gelegenheit gegeben, indem ich zu mehreren
städtischen und kaufmännischen Ehrenämtern erwählt worden bin."
Leiber versiegen mit dem Jahre 1847 die Quellen, die eine geschlossene Darstellung
des Lebens von Carl Deneke ermöglichten. Eine Aufzählung, gleichsam
eine Ehrentafel seiner Ämter geben wir im Anhange. Am 7. Jan. 1848 wurde
Deneke Erster Vorsteher der Magdeburger Kaufmannschaft. Damit fiel ihm
die höchste Ehre zu, die ihm seine Magdeburger Standesgenossen bieten konnten.
Wir besitzen noch ein wertvolles Zeugnis dafür, welcher Lochschätzung sich der
erst 45jährige selbst bei alten, erfahrenen Leuten zu erfreuen hatte, es ist das
ein Schreiben des Oberbürgermeisters Francke, dessen Bild die Kaufmannschaft
besonders in Ehren hält, weil er nicht nur der Stadt Magdeburg durch eine
Reorganisation des Armenwesens und des Schulwesens neue Grundlagen der
Entwickelung gab, sondern speziell der Kaufmannschaft das höchst lvertvolle
Privilegium der „Korporation" erwirkte. Man beachte namentlich den Schluß
des Schreibens, das wir hierunter wörtlich zum Abdruck bringen.
„Mein sehr werter Freund! Ich bin gestern abend von Berlin mit besseren Hoffnungen in
bezug auf unsere Religions-Angelegenheiten zurückgekommen, als je zuvor. Es erscheint mir