Schuhinstandsetzungsanstalt für Bedürftige.
Die Befchajfung und Inftandfehung des Schuhwerhs i|t heute faft eben[o
wichtig, wie die Ernährungsfrage und macht diefelbe namentlich den minder
bemittelten und binderreichen Familien grofce Sorge. Nicht nur ift infolge
der Lederteuerung der Preis für Schuhreparaturen derart geftiegen, daf?
die bedürftige Bevölberung die Koften hierfür nicht aufzubringen vermag,
Flickfchuflcrei der Wohlfahrtzentrale.
fondern vor allem ift felbft Lederabfall bäum noch zu haben. Infolgede|fen
verfäumen immer mehr Kinder, weil fie beine Schuhe haben, die Schule,
vor allem aber find fie bei naffem und haltern Wetter in ihrer Gefundheit
gefährdet. Unter folchen Umftänden bildet eine mit erheblichen Barzu-
fchü|fen arbeitende Flicbfdiufterei geradezu eine Kriegsnotwendigbeit, eine
Erhenntnis, welcher fich audi die Stadtverordnetenverfammlung durch ihren
Befdiluf?, die Inftandfe^ungswerbftätte der W.- Z. ab 1. April 1917 durch
einen monatlichen Zufchuf? von Mb. 3000.— zu unter ftütjen, arifchlof?.
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