Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Arnmoniaksalz;  Solrwefelsaures  Ammon.  —  Superphosphatgips,  Phosphatgips,  Gips.  185

säure  wiederholt  vorsichtig  mit  Oxalsäure  zur  Trockne  verdampft  und  abgeglüht
werden  muß.  Man  kann  auch  das  salpetersaure  Kalium  durch  wiederholtes  Abdampfen ­
  der  Lösung  mit  Salzsäure  in  Chlorkalium  überführen,  Schwefelsäure  durch
Chlorbaryum  ausfällen,  mit  Ammon  und  kohlensaurem  Ammon  versetzen  usw.  Ist
gleichzeitig  das  Natron  zu  bestimmen,  so  wird  die  Gesamtmenge  der  Chloralkalien
vorher  gewogen,  diese  mit  Platinchlorid  eingedunstet  und  Kali  und  Natron  wie
üblich  bestimmt  und  berechnet  (S.  29).

XI.  Ammoniaksalz;  Schwefelsaures  Ammon.
1.  Stickstoff.  Der  Verband  landw.  Versuchs-Stationen  i.  D.  R.  schreibt 1 )  für  die
Bestimmung  des  Ammoniak-Stickstoffs  in  Ammoniaksalzen  und  Mischungen  dieser  Salze
mit  Superphosphaten  bezw.  anderen  Stoffen  Auskochen  von  1  g  Substanz  mit  3  g
möglichst  kohlensäurefreier  Magnesia  vor.' 1 )
Zweckmäßig  werden  10  g  Substanz  in  1  1  Wasser  gelöst,  davon  100  ccm  in
einen  500—600  ccm-Kolben  gebracht,  mit  50  ccm  W T asser  verdünnt,  mit  3  g  fnsc
gebrannter,  kohlensäurefreier  Magnesia  versetzt  und  das  Ammoniak  abdestillier  .
Dieses  ist  erreicht,  wenn  von  den  150  ccm  etwa  100  ccm  abdestilliert  sind.  Bei
Anwendung  von  100  ccm  der  Lösung  =  1  g  Substanz  müssen  20  ccm  Normalschwefelsäure ­
  vorgelegt  werden.
t  Eine  wässerige  Lösung  des  Salzes
wird  mit  einigen  Tropfen  Salzsäure  und  darauf  mit  Lisenchlorid  versetzt  Bei
Gegenwart  von  Rhodanverbindungen  entsteht  eine  mehl■oAevweniger^rote  Färbung
..  Quantitativ  läßt  sich  der  BhodangeMt  £££
Losung  mit  Silbernitrat  fallt,  filtneit.  den  N  •  «  Rückstand  m i t  Salzsäure
schmilzt,  die  Schmelze  mit  Salpetersäure  eindampft  den  Rückstand  m  b
„„4  i„  der  L«.g  die  ”1«  dS  “  Bh.d».,
erfundenen  Menge  SchwefelsMre  Jereehnet  sieh  „ SIUziehen  „„j
H-  Off  ermann 3 )  empfiehlt  5  g  Substanz  Hn.ptrisch  oder  maßanalytisch
ln .  dem  alkoholischen  Auszug  das  Rhodan  entwe  er  ^  dem  Augzug  nac h
Mittels  Silherlösung  oder  durch  Bestimmung  ,  mit  Brom  u)1( i  Bestimmung
Kjeldahl  oder  durch  Oxydation  des  Abdampfruckstandes  mit  Bronn«  *
d er  Schwefelsäure  zu  ermitteln.  Gefundener  Stickstoff  x  4,
Gefundenes  BaS0 4  x  0,498  =  Rhodan  (CNS).
XII,  Supdrphospha.gipj,  R  «4,.
Diese  drei  Düngemittel  dienen  als  Bin  ß  aug  e j nem  viel  kohlensaures
Superphosphatgips  ist  ein  mit  Sc  we  e^  ^  enthäR  neben  viel  Gips
Calcium  enthaltenden  Phosphat  hergestelltes  Erz  g
ein ige  Prozente  (5—7  %)  lösliche  Phosphorsäure^  ^ enen  Rückstände  von  der
Unter  Phosphatgips  versteht  man  ch  b  !  Gips  einige  Prozente  (2—4%)
Loppel-Superphosphat-Herstellung;  er  enthalt  neben  tni
Unlösliche  Phosphorsäure.  .  einfaches  Zerkleinern  des  in  der
Der  Einstreugips  dagegen  wird  111  durchweg  aus  reinem  Calciumf
 ;  ur  vorkommenden  Gipses  gewonnen  1111(1  De ;  koh icnsaure  Erden  beigemengt,
sulfat  +  Kristallwasser.  Mitunter  sind  Sand  oder  ^  ^
0  Landw.  Versuchs-Stationen  1897  49  15  und  J  50  •  chemie  an g en0 mmen.
2 )  Dieses  Verfahren  ist  auch  vom  V  mt  ^  Konf  507 .
3 )  Biedermann,  Centralbl.  f.  Agrikultur-Chemie
            
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