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nelimer — „der Fabrikanten“ — angefertigt. Sie liefern das Rohmaterial,
bezahlen den Arbeitern den Stücklohn und versenden die
Produkte auf ihre Rechnung und Gefahr in alle Teile der Welt.
Die Arbeiter, die diese Monographie speziell beschreibt, gehören
zur dritten Klasse. Sie arbeiten immer für Rechnung derselben
Unternehmer; aber dieser Umstand ist eine Ausnahme: er ist
keine allgemeine Tatsache, sondern der Rest einer alten Tradition.
In der Mehrzahl der Fälle gehen die Arbeiter nur ein kurzfristiges
Verhältnis mit den Unternehmern ein.
Die Arbeiter der ersten und zweiten Klasse wohnen vorzugsweise
auf dem Lande und treiben meist etwas Landwirtschaft neben
ihrem industriellen Hauptberuf. Die der dritten Klasse dagegen
wohnen fast alle in Solingen selbst und beschäftigen sich weniger
mit Landwirtschaft.
Nahe bei Solingen und in den angrenzenden Provinzen gibt es
eine zahlreiche Klasse von Bauern; sie sind gewöhnlich mit Gemeindeland
ausgestattet und widmen ihre ganze Zeit der Landwirtschaft;
ihre Höfe sind nur klein und werden beim Tode des Besitzers
nicht geteilt. Es gibt auch einige Pächter; sie zahlen eine
feste Geldrente für ihre kleinen Güter, deren Größe ebenfalls festgelegt
ist. Die jungen Bauern, die keine Gelegenheit finden, eines
dieser Gütchen als Besitzer oder Pächter zu bewirtschaften oder als
Knechte zu arbeiten, entschließen sich gewöhnlich, mit einem Stück
Geld, das sie geerbt haben, oder mit einem Darlehn der Eltern nach
Amerika auszuwandern. Selten treten sie als Lehrlinge in die industriellen
Werkstätten ein. Diese Abneigung gegen gewerbliche
Tätigkeit ist ein vorherrschender Zug bei allen Bauernstämmen, die
die weite sächsische Ebene zwischen Elbe und Rhein bewohnen.
§ 2. Zivilstand der Familie. Die Familie besteht aus
den beiden Eltern und vier Kindern. Gemäß einem dem Verfasser
gegenüber geäußerten Wunsche sind im folgenden, ebenso wie bei
den meisten anderen Monographien, nur die Anfangsbuchstaben der
Familiennamen angegeben. Zu den Vornamen sind die Abkürzungen
hinzugefügt, die im Hause und in der Nachbarschaft gebräuchlich
sind, eine der reizendsten Gewohnheiten des deutschen Volkes. Im
Falle, daß mehrere Abkürzungen nebeneinander gebraucht wurden,
ist nur die kürzeste angegeben.